French Open - Boris Becker sieht starken Jan-Lennard Struff gegen Alexander Bublik: "Grand-Slam-Tennis liegt ihm"

Es war ein erfolgreiches Wiedersehen für Jan-Lennard Struff: Zum zweiten Mal nach 2024 traf die deutsche Nummer vier bei den French Open auf Alexander Bublik - und zum zweiten Mal gelang die Überraschung. Boris Becker sah auf Court 14, einem speziellen für Struff, einen starken deutschen Vertreter, der mental überzeugte und einmal mehr seine Qualität auf der großen Bühne bewies.

Becker lobt Struff nach Überraschung: "In schlechten Moment ruhiger"

Quelle: Eurosport

Struff und Court 14 - das ist spätestens seit seinem Auftaktmatch bei den French Open am Dienstag eine Erfolgsgeschichte.
Vor fünf Jahren hatte er an selbem Ort und Stelle Andrey Rublev aus dem Turnier genommen, mit Alexander Bublik musste nun der nächste Top-Ten-Spieler dran glauben.
"Gerade, wenn man schon einige Jahre Grand-Slam-Tennis auf dem Buckel hat, dann hat man so einen Platz, wo man sehr gut gespielt hat", analysierte Eurosport-Experte Becker nach dem Spiel bei Matchball Becker.
Nicht zum ersten Mal ist es die ganz große Bühne, auf der Struff sein maximales Level erreicht. "Grand-Slam-Tennis liegt unserem Mann. Das letzte Mal, dass er richtig gut gespielt hat, war bei den US Open im letzten Jahr", sagte Becker und meinte damit den starken Lauf des 36-Jährigen, der auf dem Weg in die vierte Runde unter anderem Holger Rune und Frances Tiafoe aus dem Weg räumte.

Struff begeistert Becker

Jetzt war also Bublik dran. Auch, weil die deutsche Nummer vier beim 7:5, 6:7 (6:8), 6:4, 7:5-Erfolg fast über die gesamte Spieldauer cool blieb.
"In der Vergangenheit war Struffi manchmal zu emotional. Das kostet auch Kraft. Heute war er auch in schlechteren Momenten ruhiger und auch bei guten Phasen hat er sich nicht übertrieben gefreut. Das ist vielleicht der richtige Weg", analysierte Becker, der seine Begeisterung nach dem On-Court-Interview des Warsteiners nicht zurückhielt.
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1. Runde: Struff gelingt Coup gegen Bublik - Highlights

Quelle: Eurosport

"Wie authentisch ist denn der Struffi?", fragte der Eurosport-Experte: "Nein, also ich liebe ihn. Und ich wünsche ihm auch für das nächste Match alles Gute."
Struff, der mit 36 Jahren im Herbst seiner Karriere ist und bislang eine schwierige Saison erlebt, hatte auf den womöglich befreienden Sieg gegen den Weltranglistenzehnten Alexander Bublik nicht mit der ganz großen, emotionalen Show reagiert. Vielmehr analysierte er sachlich und kündigte ruhig an, am Abend noch essen gehen zu wollen.

Qualifikant Faria wartet

Eine Stärkung hatte er sich nach 3:10 Stunden harter Arbeit gegen Bublik allemal verdient, Struffs Blick ging dabei direkt nach vorne. Auch gegen den portugiesischen Qualifikanten Jaime Faria rechnet er sich ohne Frage etwas aus. "Das ist ein sehr schwerer Gegner, mit dem ich letztes Jahr trainiert habe", sagte Struff: "Aber ich hoffe, ich kann den Schwung mitnehmen." Er habe auf jeden Fall "Bock".
Und der langjährige Davis-Cup-Spieler braucht auch weitere Punkte für die Weltrangliste. Er hat in der zweiten Hälfte der Saison viele Punkte zu verteidigen und will seine Position in den Top 100 festigen. "Ich glaube, jeder weiß immer über seine Punkte Bescheid", sagte Struff.
Zu sehr unter Druck setzen will er sich aber nicht. "Den Stress macht man sich nicht so gerne. Ich habe das schon jahrelang gemacht", sagte Struff: "Man muss einfach arbeiten, fokussiert sein, spielen."
(mit SID)
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Quelle: Eurosport


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