ATP-Turnier in Brisbane: Daniil Medvedev startet stark - und will "so schnell wie möglich" wieder Favorit werden

Erstmals seit Jahren reiste Daniil Medvedev ohne die Last eines großen Favoriten zum australischen Sommer. Zum Auftakt des neuen Tennisjahres rangiert der Russe nur noch auf Platz 13 der Weltrangliste, nachdem er 2025 bei gleich drei Grand Slams in der ersten Runde gescheitert war. Beim ATP-Turnier in Brisbane zeigt er sich aktuell aber in Top-Form - und will sich nun an die Spitze zurückkämpfen.

Titelverteidiger Medvedev feiert Auftaktsieg in Brisbane

Quelle: SNTV

Für die Australian Open, das erste Grand Slam des Jahres, arbeitet Medvedev in Brisbane am nötigen Feinschliff. Und die ersten Eindrücke, die der 29-Jährige in Down Under liefert, sind beeindruckend.
Nachdem er den Ungarn Márton Fucsovics zum Auftakt mit 6:2, 6:3 besiegt hatte, fegte er in der zweiten Runde den US-Amerikaner Frances Tiafoe mit 6:3, 6:2 vom Platz. Dabei musste Medvedev gegen Tiafoe keinen einzigen Breakball abwehren.
Das Zweitrunden-Match zeigte eine deutliche Abkehr von den Höhen und Tiefen beim Aufschlag, die seine Vorsaison geprägt hatten. "Ich bin mit meiner Aufschlagleistung zufrieden", sagte Medvedev hinterher: "Wenn ich so gut aufschlage, bedeutet das für ihn ein kleines bisschen mehr Druck."
Dass seine Aufschläge zum Auftakt des neuen Tennisjahres stabiler wirken, führt Medvedev auf seine Arbeit in der Nebensaison zurück. Er sei froh, dass einige Dinge, an denen er gearbeitet habe, "hier offenbar funktioniert haben".
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Daniil Medvedev präsentiert sich in Brisbane stark.

Fotocredit: Getty Images

Netz keine "No-Fly-Zone" mehr für Medvedev

Der "neue" Medvedev ist das Ergebnis einer radikalen Umgestaltung seines Teams, wie das Portal "Tennis Majors" formuliert. Nach achtjähriger Zusammenarbeit mit Gilles Cervara wechselte der impulsive Russe zu einer Doppel-Trainerstruktur mit Thomas Johansson und Rohan Goetzke. Der Auftrag sei einfach gewesen: das "Unorthodoxe" verfeinern und das "Offensichtliche" schärfen.
Zwar ist Medvedev weiterhin ein Spezialist für die Grundlinie, wie er selbst vor dem ATP-Turnier in Brisbane betonte. Doch das Netz stelle für ihn keine "No-Fly-Zone" mehr dar.
"Wir arbeiten an allem, Vorhand, Rückhand. Aber wir versuchen, vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit auf den Aufschlag und den Volley zu legen", erklärte Medvedev. Er werde nie ein Spieler sein, der "30-mal ans Netz geht. Aber wenn ich es von zuvor sechsmal auf achtmal schaffe, ist das großartig."
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Quelle: SNTV

Nicht mehr ganz der Favorit, aber …

Neben dem Taktischen und Technischen legt Medvedev auch großen Wert auf seine körperliche Ausdauer - etwas, das ihm in den vergangenen zwölf Monaten mitunter fehlte. Nach einem Jahr, in dem er nach eigenen Aussagen "die Rangliste jagte", bis er erschöpft war, wirkt Medvedev zu Saisonbeginn wie neu belebt.
"Ich habe eine gute Vorbereitung hinter mir und körperlich gut trainiert. Ich fühle mich sehr frisch", betonte Medvedev in Brisbane. Er sei "zufrieden mit meinem Gefühl auf dem Platz, mit meiner Beweglichkeit. Und das ist das Wichtigste."
Nach den Eindrücken der vergangenen Saison sei er in dieser Phase der Karriere "nicht mehr ganz der Favorit, der alles gewinnt", sagte Medvedev zu Beginn dieser Woche.
Doch genau da soll es für ihn wieder hingehen. Er werde versuchen, "so schnell wie möglich wieder dieser Favorit zu werden", hob der Weltranglisten-13. hervor. Knüpft Medvedev an die bisher gezeigten Leistungen in Brisbane weiter an, könnte das nur noch eine Frage der Zeit sein.
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Quelle: Perform


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