Rafael Nadal: Abschiedszeremonie in der Kritik - Verantwortliche wehren sich gegen Vorwürfe aus Spieler-Umfeld
Publiziert 25/11/2024 um 10:54 GMT+1 Uhr
Der Abschied von Rafael Nadal beim Davis Cup in Málaga hat bei so manchem Beobachter für Tränen gesorgt - aber gleichzeitig auch jede Menge Kritik hervorgerufen. Nadals ehemaliger Trainer Carlos Moyá bezeichnete die Zeremonie nach Spaniens Viertelfinalniederlage gegen die Niederlande sogar als "schmuddelig und schäbig". Nun reagierten die Verantwortlichen und wehrten sich gegen die Vorwürfe.
Davis Cup : Nadal bids tearful farewell as career ends after Davis Cup defeat
Quelle: SNTV
Als Nadal der Tennis-Welt ein letztes Mal "Adios" sagte, wurde der Abschied mit Videobotschaften von Novak Djokovic, Roger Federer und auch Andy Murray untermalt. Anwesend war das Trio, das ihn über Jahre hinweg auf allerhöchstem Niveau gefordert hatte, am Dienstag jedoch nicht.
Einem Bericht des spanischen Nachrichtenportals "El Español" zufolge war dies dem Umstand geschuldet, dass man frühestens im Halbfinale am Freitag mit einem Ausscheiden der Spanier gerechnet hatte. Somit waren die Verantwortlichen nicht im vollen Umfang auf die verfrühte Verabschiedung Nadals vorbereitet - ganz zum Unmut seines Umfeldes.
"Das ist ein bisschen schmuddelig und schäbig. Es stimmt zwar, dass es ein Dienstagabend ist, aber das ist Sport und wir wussten schon seit Monaten, dass Rafa zurücktreten würde, wenn Spanien verliert. Nadal steht weit über all dem", kritisierte Moyá den Ablauf in Málaga.
Auch Nadals Onkel Toni meinte, dass die Zeremonie "nicht den Erwartungen gerecht wurde".
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Quelle: Perform
López: "Gaben unser Bestes"
Turnierdirektor Feliciano López wehrte die Vorwürfe ab und beteuerte, dass man sich für die Feierlichkeiten ins Zeug gelegt hätte.
"Wir müssen uns auf die Tatsache konzentrieren, dass Nadal den Davis Cup gewählt hat, um seine Karriere zu beenden, und nicht auf die Zeremonie. Wir haben unser Bestes gegeben", erklärte er auf einer Pressekonferenz am Sonntag.
David Haggerty, Präsident der International Tennis Federation (ITF), pflichtete López bei. "Wir hatten das Gefühl, dass es wichtig war, auf Rafas Wünsche zu hören und darauf, wie er gefeiert werden wollte. Und genau das haben wir getan, wir haben uns leiten lassen", schob er die Verantwortung von sich.
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Quelle: Eurosport
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