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Davis Cup: Deutschland in Japan gefordert - Ein Engel und vier Routiniers für das DTB-Tream
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Publiziert 11/09/2025 um 11:50 GMT+2 Uhr
Das deutsche Davis-Cup-Team spielt in der zweiten Qualifikationsrunde gegen Japan. Ziel ist die Qualifikation für das Finalturnier in Bologna im November. Richten sollen es vor allem die Routiniers um Jan-Lennard Struff, Yannick Hanfmann und das starke Doppel aus Tim Pütz und Kevin Krawietz. Aber auch Youngster Justin Engel ist dabei. Zuerst musste er sich aber noch dem Aufnahmeritual unterziehen.
Das Davis-Cup-Team für die Spiele in Japan
Fotocredit: Getty Images
Ein paar Frotzeleien muss der Teenie schon aushalten, und auch das Aufnahmeritual versprach "unangenehm" zu werden: Singen, Tanzen, ein Gedicht aufsagen - Justin Engel bleibt bei seiner Premiere im verschworenen Davis-Cup-Team wenig erspart.
Der 17-Jährige gehört beim entscheidenden Spiel um die Teilnahme am Finalturnier in Bologna (18. bis 23. November) zum ersten Mal zur deutschen Mannschaft. Ihm gehört die Zukunft, sein Aufstieg in der Tenniswelt ist bemerkenswert.
Doch im 10.000 Zuschauer fassenden Ariake Coliseum, dem Stadion der Olympischen Spiele 2021, geht es für Engel zunächst darum, "die Atmosphäre aufzusaugen", die Verantwortung gegen Japan tragen zunächst die Routiniers.
Allen voran der wiedererstarkte Jan-Lennard Struff, der tatsächlich einst als Babysitter auf den kleinen Justin aufgepasst hat. Gemeinsam mit dem Weltklassedoppel Tim Pütz/Kevin Krawietz soll der 35 Jahre alte Warsteiner für die Qualifikation zur Endrunde in Italien sorgen. Auch ohne Alexander Zverev und den verletzten Daniel Altmaier stehen die Chancen nicht einmal schlecht: Japan tritt nach der Absage von Kei Nishikori ohne einen Top-100-Spieler an.
Engel könnte jüngster Spieler seit Becker werden
Struff hat nach einem "schwierigen Jahr" pünktlich zum Davis Cup die Wende geschafft. Die Form der US Open will er trotz Tausender Flugkilometer in den Knochen und einiger harter Nächte in Japan "in die Woche transportieren", am Freitag steht er zum Auftakt Yoshihito Nishioka gegenüber.
Danach folgt der Auftritt von Yannick Hanfmann gegen den Weltranglisten-103. Shintaro Mochizuki. Am Samstag starten dann Krawietz/Pütz, zwei weitere Einzel könnten folgen. Engel ist zunächst Ersatz, sollte er zum Einsatz kommen, wäre er der jüngste deutsche Davis-Cup-Spieler seit Boris Becker.
Engel ist sich seiner Rolle bewusst, er könne es "kaum erwarten, das Team anzufeuern", sagte er am Mittwoch mit angemessener Demut. Im Training versteckt er sein immenses Potenzial aber nicht, "es ist schön zu sehen, dass etwas im deutschen Tennis nachkommt", sagte Pütz und ergänzte: "Ich hoffe, die Lücke wird schnell geschlossen."
Zverev und Altmaier fehlen Deutschland
Neben Zverev, der dem Davis Cup kaum noch Zeit in seinem Kalender einräumt, stehen nur noch Altmaier und Struff unter den Top 100 im Ranking. Engel (Nr. 219) ist nach Hanfmann die Nummer fünf. Und dennoch muss der Nürnberger, der von Ex-Profi Philipp Kohlschreiber trainiert wird, noch viel lernen - auf und neben dem Platz.
Bei einem Teamausflug in Tokio in die Galerie teamLab Planets kam Engel in Kontakt mit moderner Kunst, was Krawietz zu einer kleinen Spitze nutzte: "Das bildet weiter - und das ist auch für Justin wichtig, so erweitert er seinen Horizont in jungen Jahren." Eine schlagfertige Antwort blieb Engel schuldig. Noch dominieren die Routiniers, doch die Zeit spielt für den Teenager.
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(SID)
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