Davis Cup Finals: Deutschland ringt Argentinien im Viertelfinale mit fünftem Matchball nieder - Drama nach Mitternacht

Deutschland hat nach einem Krimi gegen Argentinien das Halbfinale beim Davis Cup Final 8 in Bologna erreicht. Nachdem Jan-Lennard Struff zum Auftakt Tomás Martín Etcheverry unterlag, brachte Alexander Zverev die DTB-Auswahl mit einem Sieg gegen Francisco Cerúndolo zurück. Das entscheidende Doppel gewannen Kevin Krawietz und Tim Pütz gegen Andrés Molteni/Horacio Zeballos 4:6, 6:4, 7:6 (12:10).

Struff trotz Niederlage: "Super Atmosphäre, um zu spielen"

Quelle: Perform

Um 1:05 Uhr in der Nacht war der denkwürdige Thriller in der SuperTennis Arena von Bologna zu Ende.
Kevin Krawietz und Tim Pütz, die bei einer 6:3-Führung im Tiebreak des dritten Satzes drei Matchbälle in Folge vergeben hatten, nutzten ihre insgesamt fünfte Chance zum Sieg und machten damit für Deutschland den Einzug ins Halbfinale perfekt.
Andrés Molteni und Horacio Zeballos hatten ihrerseits drei Mal Matchbälle, standen nach 2:29 Stunden aber dennoch mit leeren Händen da. Aber: Es war ein unglaublicher Abend - von beiden Seiten.
Er habe "vollstes Vertrauen in die Doppel-Jungs" hatte Zverev nach seinem hart erkämpften 6:4, 7:6 (7:3) gegen Francisco Cerúndolo gesagt - und Krawietz/Pütz zahlten das Vertrauen zurück.
Mit einem dramatischen Fight brachten die Doppel-Experten Deutschland ins Halbfinale, wo am Samstag (12:00 Uhr im Liveticker) Spanien wartet. Die Iberer setzten sich in ihrem Viertelfinale 2:1 gegen Tschechien durch.

Krawietz nach dem Coup: "Am Ende gehört Glück dazu"

"Es war unglaublich. Es ging auf und ab. Es ist toll, in der nächsten Runde zu sein", sagte Kohlmann. Krawietz fügte an: "Am Ende gehört Glück dazu. Wir sind sehr glücklich und zufrieden."
Zverev hatte sein Team dabei in seinem ersten Davis-Cup-Match seit Februar 2023 am Leben gehalten, nachdem Jan-Lennard Struff sein Auftakt-Einzel auf bittere Weise mit 6:7 (3:7), 6:7 (7:9) gegen Tomás Martín Etcheverry verloren hatte. "Er hat den Sieg verdient. Ich hätte ihn auch verdient gehabt. So ist Tennis manchmal", sagte Struff.
Am Ende war das egal, der Mitfavorit zog ins Halbfinale ein. Für Zverev ist der Davis Cup die Chance auf einen versöhnlichen Jahresabschluss. Mit nur einem Titel und dem Vorrunden-Aus bei den ATP Finals beendete der Tokio-Olympiasieger eine durchwachsene Tour-Saison.

Struff verliert Tiebreak-Duell gegen Etcheverry

Dabei war der Auftakt am Donnerstag schiefgegangen. Struff kam gut in die Partie. Ein frühes Break gab der Warsteiner, der sich zuletzt mit einem Sieg beim Challenger-Turnier in Lyon frisches Selbstvertrauen geholt hatte, Mitte des ersten Satzes wieder her. Im Tiebreak hatte Etcheverry die besseren Nerven.
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Jan-Lennard Struff beim Davis Cup

Fotocredit: Getty Images

Auch der zweite Durchgang wurde zu einem Krimi, beide Spieler gaben sich bei eigenem Aufschlag keine Blöße. Etcheverry servierte in der entscheidenden Phase sieben (!) Asse in Folge - und behielt im Tiebreak erneut die Oberhand.

Angstgegner Cerúndolo? Zverev bleibt cool

Zverev, der auf der Tour eine Bilanz von 1:3 gegen Cerúndolo hat, agierte im ersten Satz hochkonzentriert. Im zweiten Durchgang ließ die Kraft des Deutschen etwas nach, beim Stand von 5:5 schmiss er wütend seinen Schläger auf den Boden.
Dennoch machte er wenig später den Matchgewinn im Tiebreak perfekt. Im Doppel hatten Krawietz/Pütz nach dem verlorenen ersten Satz dann das Quäntchen Glück auf ihrer Seite und behielten in einem Tennis-Thriller die Nerven.
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(mit SID)
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Doppel-Krimi entscheidet Viertelfinale: Spanien schlägt Tschechien

Quelle: SNTV


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