ATP: Mats Wilander bewundert Juan Martin del Potro: "Unglaublicher Wettkämpfer"

Tennis-Legende und Eurosport-Experte Mats Wilander hat seine Bewunderung für den Argentinier Juan Martin del Potro ausgedrückt, der am Dienstag beim ATP-Turnier in Buenos Aires voraussichtlich sein letztes Karrierematch bestritten hat. "Er hätte noch viel mehr gewonnen, wenn er länger gesund gewesen wäre", sagte der ehemalige Weltranglistenerste.

Juan Martin del Potro

Fotocredit: Getty Images

Wilander ist überzeugt, dass del Potro einer der erfolgreichsten Spieler der Geschichte hätte werden können, wenn er nicht regelmäßig von hartnäckigen Verletzungen zurückgeworfen worden wäre.
"Er hätte einer der 'Big Five' werden sollen. Für mich sind es nicht die 'großen Drei' (Rafael Nadal, Roger Federer, Novak Djokovic, Anm. d. Redaktion). Es könnten die 'Big Four' mit Andy Murray sein, aber für mich hätte sich del Potro für einen Platz unter den 'Big Five' qualifiziert", adelte der Schwede den 33-Jährigen.
Außerdem betonte er, dass del Potro die 'Big Three' geschlagen habe, als diese auf ihrem Leistungshöhepunkt waren. "Er hätte wirklich einer von ihnen sein sollen. Er wäre einer von ihnen gewesen. Er hat Nadal und Federer zu deren Hochzeit bei einem Grand-Slam-Turnier geschlagen und Novak Djokovic in seiner Bestform bei den Olympischen Spielen besiegt", sagte der 57-Jährige.
Insbesondere war Wilander von der Zuneigung angetan, die der "Turm von Tandil" in seinem Heimatland Argentinien erfahre. "Die Atmosphäre in Buenos Aires war unglaubllich", sagte Wilander über del Potros Match gegen Federico Delbonis. Wilanders erster Gedanke nach del Potros vermeintlich letztem Match war "wie groß er in Argentinien und seinem Land ist."

Del Potro war ein "echter Staatsmann"

"Wenn man seine Karriere betrachtet, hat er natürlich mit Siegen gegen Nadal und Federer die US Open gewonnen, was unglaublich war", sagte er und fügte hinzu: "Aber dann hat er auch noch für Argentinien den einzigen Davis Cup der Geschichte gewonnen und er war Silber- und Bronzemedallist bei Olympia. Er war wirklich ein Staatsmann."
Vor allem im Vergleich mit anderen argentinischen Top-Spielern, genießt del Potro einen ganz besonderen Status in dem südamerikanischen Land. "Guillermo Vilas und Gabriela Sabatini sind beide ehemalige Grand-Slam-Champions, aber irgendwie lieben sie del Potro mehr", fand der siebenmalige Major-Sieger Wilander.
Angesprochen auf del Potros Vermächtnis sagte Wilander, dass der Argentinier als der "sanfte Riese" in Erinnerung bleiben werde: "Der sanfte Riese, der niemals aufgab, der immer an seine Stärken geglaubt hat, seinen Aufschlag, seine Vorhand und seine südamerikanische Leidenschaft."
Del Potro war für Wilander ein "unglaublicher und großer Wettkämpfer wie Roger, Rafa, Novak und Andy."
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