Eurosport
Die 5 Absteigerinnen des Tennis-Jahres 2015: Eugenie Bouchard, Caroline Wozniacki & Co
Von
Publiziert 01/12/2015 um 21:39 GMT+1 Uhr
Ein Jahr zum Vergessen war die Tennis-Saison in vielfacher Hinsicht für diese fünf Spielerinnen, deren Erwartungen sich nicht erfüllt haben. Wir blicken auf Eugenie Bouchard, Caroline Wozniacki, Casey Dellacqua, Kaia Kanepi und Jana Cepelova .
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Eugenie Bouchard (von Platz 7 auf 49)
Die Saison begann für Eugenie Bouchard mit dem Viertelfinal-Einzug bei den Australian Open zwar ausgesprochen vielversprechend, doch danach ging es im rasanten Tempo nach unten. Die 21-jährige Kanadierin machte fast nur noch außerhalb des Platzes Schlagzeilen, so unter anderem im Vorfeld des Fed Cups beim sogenannten Handshake-Gate.
Bouchard konnte zwischen Februar und Beginn der US Open nur noch fünf Matches gewinnen. In New York war sie wieder im Aufwind, als sie das Achtelfinale erreichte und gute Aussichten in Richtung Halbfinale hatte, doch ein Kabinensturz nach ihrem Achtelfinal-Einzug beendete alle Hoffnungen. Seitdem hat die Kanadierin kein Match mehr zu Ende gespielt (in Wuhan gab sie wegen Schwindelgefühlen auf) und liegt inzwischen mit dem US-amerikanischen Tennisverband im Clinch, den sie aufgrund ihres Unfalls verklagt hat. Es wird nicht nur sehr spannend sein, wie der Prozess ausgehen wird, sondern ob Bouchard im Jahr 2016 zu ihrer Form aus dem Jahr 2014 zurückfindet.
Caroline Wozniacki (von Platz 8 auf 17)
Eine Verschlechterung um nur neun Plätze ist sicherlich kein gewaltiger Rückschritt, doch der Anspruch einer ehemaligen Weltranglisten-Ersten, die zweimal ein Jahr als Nummer eins beendete, sollte ein anderer sein. Caroline Wozniacki war in diesem Jahr weit davon entfernt, endlich ihren ersten Grand-Slam-Titel zu gewinnen. Nur in Wimbledon erreichte sie die zweite Woche.
Die 25-jährige Dänin beendet erstmals seit 2008 ein Jahr außerhalb der Top Ten. Immerhin konnte Wozniacki ihre Titelserie aufrechterhalten, als sie beim Turnier in Kuala Lumpur triumphierte und nun seit 2008 in jedem Jahr zumindest einen Titel gewonnen hat. Doch mit kleinen Brötchen wird sich Wozniacki nicht zufriedengeben. Ihre Freundin Serena Williams traut ihr auf jeden Fall noch ganz große Titel zu.
Casey Dellacqua (von Platz 31 auf Platz 116)
Während Casey Dellacquas Saison im Doppel mit zwei Grand-Slam-Finalteilnahmen erneut überaus erfolgreich war, fällt ihr Jahr im Einzel unter die Kategorie "schnell vergessen". Der einzige Höhepunkt der 31-Jährigen in diesem Jahr war der Drittrunden-Einzug in Wimbledon, wo sie das einzige Mal im Jahr zwei Hauptfeld-Matches gewinnen konnte.
Trotz allem ist Dellacqua immer noch die Nummer drei in Australien, auch weil Ajla Tomljanovic und Daria Gavrilova bislang nur bei den Grand Slams für Australien spielberichtigt sind. Ob Dellacqua, die 2014 mit Platz 26 ihre Karriere-Bestmarke hatte, im neuen Jahr noch mal im Einzel angreift oder ob sie sich darauf konzentriert, nach sechs Finalniederlagen bei Grand Slams endlich den ersten Grand-Slam-Titel im Doppel zu gewinnen, wird sich zeigen.
Kaia Kanepi (von Platz 51 auf Platz 125)
Kaia Kanepi ist eine Wundertüte. Die Estin, immerhin vierfache WTA-Titelträgerin und fünffache Viertelfinalistin bei Grand Slams, hat in der Vergangenheit oft bewiesen, dass sie gegen jede Spielerin gewinnen kann. Ihr Manko: Sie kann jedoch auch gegen jede Spielerin verlieren. Und solche Niederlagen gab es in diesem Jahr reichlich. Die 30-Jährige beendet erstmals seit dem Jahr 2005 eine Saison außerhalb der Top 100.
Jana Cepelova (von Platz 56 auf Platz 146)
Im April 2014 besiegte Jana Cepelova beim Turnier in Charleston Serena Williams sensationell in zwei Sätzen, erreichte später auch das Endspiel und kletterte in den Wochen darauf auf Platz 50 im WTA-Ranking. Doch der Startschuss für einen weiteren Aufstieg in der Weltrangliste war dies nicht. Die 22-jährige Slowakin konnte ihre Leistungen aus 2014 nicht bestätigen und fiel saisonübergreifend um knapp 100 Plätze zurück.
Dennoch sorgte sie in diesem Jahr für einen Paukenschlag, als sie in Wimbledon in der ersten Runde Simona Halep besiegte. Es zeigt zwar, dass Cepelova zu großen Siege imstande ist, aber um in der Weltrangliste wieder nach oben zu kommen, braucht es eine Vielzahl von kleinen, nicht so sehr beachteten Siegen.
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung