Raducanu widerspricht Alcaraz, Zverev und Co. wegen Kritik am Tennis-Kalender: "Nicht unbedingt inspirierend"
VonJan Zesewitz
Update 04/12/2025 um 13:42 GMT+1 Uhr
Iga Swiatek, Coco Gauff, Carlos Alcaraz, Alexander Zverev - das sind nur einige Namen von Topstars, die in den vergangenen Wochen Kritik am Tennis-Kalender geübt haben. Zu vollgestopft, mit immer mehr und immer längeren Events versehen und zu alternativlos, wenn man an Ranglistenpunkte und Preisgelder denkt, so sei die Saison gestaltet. Emma Raducanu widerspricht ihren Konkurrenten teilweise.
Emma Raducanu hält die Kritik am übervollen Terminkalender für überzogen
Fotocredit: Getty Images
"Ich denke, es ist eine Herausforderung", sagte die Britin in einem Gespräch mit dem "Guardian".
"Ich finde nicht unbedingt, dass man sich darüber beschweren sollte, denn es ist nun mal das, was uns gegeben ist. Und wir verdienen auch sehr gut damit", so die US-Open-SIegerin von 2021.
"Sie müssen dringend etwas am Kalender ändern", hatte der Weltranglistenerste Alcaraz kürzlich gefordert, als gerade zum Saisonende viele Stars angeschlagen waren und Partien aufgeben mussten oder - im Falle Alcaraz' - beim Masters-Turnier in Shanghai gar nicht erst an den Start gingen.
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Raducanu ist dagegen der Meinung, dass sich die Profis mehr auf die Annehmlichkeiten des Berufs konzentrieren sollten als auf die Schwierigkeiten, auch im Sinne des Vorbildcharakters.
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Emma Raducanu
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Raducanu findet: Tennis-Profis beschweren sich zu viel
"Es gibt definitiv Zeiten, in denen es sehr schwierig ist und wir mental und körperlich erschöpft sind, alles tut weh", sagte die 23-Jährige: "Aber gleichzeitig: Was können wir dagegen tun? Wenn wir uns nicht so viel beschweren, ist das meiner Meinung nach ein besseres Vorbild für die Menschen, die zuschauen und versuchen, in den Tennissport einzusteigen, für die jüngeren Menschen."
Wenn die Tennis-Fans dagegen nur mitbekämen, "dass sich alle Top-Spieler über den Kalender beschweren, ist das meiner Meinung nach nicht unbedingt inspirierend".
Die US-Open-Siegerin von 2021 spielte 2025 ihre beste Saison seit dem Grand-Slam-Titel und rückte bis auf Platz 29 in der Weltrangliste vor.
Sie beendete das Jahr am 13. Oktober im japanischen Ningbo, am 2. Januar will sie an der Seite von Jack Draper beim United Cup in Australien in die Saison 2026 starten, ehe mit den Australian Open das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres ansteht (ab 18. Januar 2026 live bei Eurosport).
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