Das habe dafür gesorgt, dass in der französischen Talentförderung immer derselbe Spielertyp gesucht und auch in diese Richtung trainiert wurde. "In Frankreich will jeder einen Roger Federer: die Eltern, die Trainer... Aber durch ihn haben wir 20 Jahre verloren", monierte die aktuelle Nummer 58 der Welt.
Simon würde sich daher freuen, wenn Federer einige seiner zahlreichen Rekorde an Rafael Nadal oder Novak Djokovic verlieren würde.
"Dann würden wir Franzosen vielleicht endlich einsehen, dass es auch andere gibt. Wir begreifen überhaupt nicht, dass Rafael Nadal genauso viele Grand Slams gewonnen hat - und das auf eine komplett unterschiedliche Weise", meinte der 35-Jährige.
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Generell hält Simon ohnehin Djokovic für den "vollständigsten Spieler mit den geringsten Schwächen", so der Franzose: "Er wird am schwersten zu schlagen sein."

Gilles Simon: Franzosen "mental schwächer"

Unabhängig von Federers regelrechter Vergötterung in Frankreich erkannte Simon ein weiteres Problem der französischen Tennis-Profis. "Es ist der mentale Aspekt - in wichtigen Momenten sind viele, die wir Franzosen sonst oft schlagen, im Kopf stärker als wir."
Dies sei "kulturell bedingt", ist sich der 35-Jährige sicher: "Französische Athleten sind mental schwächer." Auch in der heutigen Generation sei dies schon zu erkennen, erklärte Simon.
Während beispielsweise Marin Cilic 2014 die US Open und damit ein Grand-Slam-Turnier gewann, habe sein Landsmann Jo-Wilfried Tsonga einen vergleichbaren Erfolg verpasst, erklärte der Weltranglisten-58. "Es ist weder die Vorhand, noch das Spiel und noch weniger die Physis", so der Franzose. Einzig die Mentalität mache den Unterschied.
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