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Roger Federer warnt davor, Carlos Alcaraz mit Rafael Nadal, Novak Djokovic und sich selbst zu vergleichen
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Publiziert 18/10/2023 um 09:21 GMT+2 Uhr
Carlos Alcaraz hat bereits einige Rekorde gebrochen. Auch zwei Grand-Slam-Titel kann der 20-Jährige vorweisen. Roger Federer sieht Vergleiche mit den Big Three - Rafael Nadal, Novak Djokovic und sich selbst - aber kritisch. Der Spanier sei zwar durchaus eine sportliche Kombination des Trios, doch der 42-Jährige merkte an: "Es ist nicht fair, das zu sagen, da Carlos Carlos ist, so wie Novak Novak."
Carlos Alcaraz, Shanghai 2023
Fotocredit: Getty Images
"Ich mag es nicht, wenn es zu viele Vergleiche gibt. Ich mag es, wenn sie für sich selbst stehen", meinte Federer im "ATP Tennis Radio Podcast".
Aus Sicht des Schweizers habe Alcaraz ähnlich wie Landsmann Nadal "die Kraft auf der Vorhandseite". Zu sich selbst sieht er Ähnlichkeiten in der Technik. "Natürlich sieht man den Drop Shot, man sieht, dass er den Slice benutzt, er kann von hinten spielen, wie Rafa es kann", erläuterte Federer.
Zudem habe der 20-Jährige ähnlich gute defensive Fähigkeiten wie Djokovic. "Aber Novak ist natürlich auf einem Elite-Niveau, denn wenn man das so viele Jahre lang macht, steht man im Grunde alleine da", so der 20-malige Grand-Slam-Sieger, der 2022 seine Karriere beendet hatte.
Federer mahnte nun aber Zurückhaltung bei den Lobeshymnen auf den jungen Spanier an.
Roger Federer dämpft Erwartungshaltung bei Alcaraz
"Ich denke, Carlos hat sich bisher so gut geschlagen, wie es nur möglich war", meinte der Schweizer. Dennoch werde er auch "von Zeit zu Zeit verlieren, wie in Shanghai, aber er schlägt sich fantastisch. Er spielt toll und hat eine unglaubliche Zukunft vor sich."
Zuletzt musste Alcaraz beim Masters in Shanghai (im Achtelfinale gegen Grigor Dimitrov) sowie den US Open (im Halbfinale gegen Daniil Medvedev) Niederlagen hinnehmen. Die Erwartungshaltung durch die Erfolge der Big Three, "dass jede Generation aus irgendeinem Grund jede Woche ihr bestes Tennis spielt", sei jedoch "schwer zu erreichen".
Federer meinte abschließend: "Alcaraz ist großartig. Er ist noch jung und alles, was er erreicht hat, ist fantastisch. Und das nicht nur auf Sand oder auf Hartplatz. Jetzt hat er auch noch das Wimbledon-Finale gegen Novak gewonnen. Das ist kein Kinderspiel." Diese Leistungen seien "sehr beeindruckend".
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Quelle: Perform
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