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Monfils verzückt Paris
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Publiziert 01/06/2009 um 10:30 GMT+2 Uhr
Der letzte Franzose bleibt im Rennen: Kurz vor Einbruch der Dunkelheit machte Gael Monfils den Einzug ins Viertelfinale von Paris perfekt. Fast wie im Rausch schlug er Andy Roddick (USA) 6:4, 6:2, 6:3. Zuvor war sein Landsmann Jo-Wilfried Tsonga gegen Juan Manuel del Potro (Argentinien) gescheitert.
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Während del Potro beim 1:6, 7:6 (7:5), 6:1, 6:4 vier Sätze zum Sieg genötigte, gelang Monfils ein unerwartet glatter Triumph in 111 Minuten.
"Das ist fantastisch, ein großartiger Augenblick", jubelte der 22-Jährige über den Coup in seiner Heimatstadt. Auf ihn wartet nun ein Duell mit Roger Federer, gegen den bei den French Open im Vorjahr im Halbfinale unterlegen war. Doch der Lokalmatador wittert seine Chance: "Mit diesen Fans auf meiner Seite rechne ich mir etwas aus!"
Drama in der Dämmerung
Gegen Roddick, der noch nie zuvor in seiner Karriere bei Roland Garros das Achtelfinale erreicht hatte, spielte Monfils unbekümmert, variantenreich und teilweise frech auf. Nicht weniger als 17 Asse, dazu sechs Breaks und immer wieder passgenaue Grundschläge sowie brillante Lobs und Stopps rissen die Zuschauer von den Sitzen und brachten Roddick in Rage. Symptomatisch das Ende des zweiten Satzes, als der 26-Jährige drei Breakchancen hatte, doch dann fünf Punkte in Serie und den Satz abgab.
Als es im dritten Durchgang zunehmend dunkler wurde, beschwerte sich der einstige Weltranglisten-Erste mehrfach bei Schiedsrichter - doch dieser brach das Spiel nicht ab. Früh kassierte Roddick ein Break, wehrte dann aber den drohenden zweiten Aufschlagverlust ab und durchbrach seinerseits das Service von Monfils. Aber dieser antwortete sofort mit einem Rebreak, während Roddick danach erneut zu unkonstant spielte und Breakbälle vergab. Das sollte sich rächen: Um 21:36 Uhr brachte gleich der ersten Matchball die Entscheidung: Monfils riss jubelnd die Arme nach oben, als Roddick den Ball im Netz versenkte - und der Tag der französischen Fans war gerettet.
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