"Ich denke, dass Novak Djokovic die French Open gewinnt."

Mats Wilander, dreimaliger Champion in Paris und heute TV-Experte bei Eurosport, redet nicht lange herum um den heißen Brei. Mit seiner Meinung schwimmt der Schwede zwar gegen den Strom, allerdings aus gutem Grund.

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Djokovics Jagd nach dem zweiten Titel in Roland Garros setzt Wilander in ein größeres Verhältnis. Es geht um den Grand-Slam-Rekord, den aktuell noch Roger Federer mit 20 Erfolgen hält.

Der Serbe habe zwar die US Open vermasselt, sei aber nun angestachelt. "Novak wird sich sagen: 'Jetzt gewinne ich die French Open, dann stehe ich bei 18 Titeln. Die Australian Open gewinne ich ohnehin jedes Jahr, macht 19. Dann vielleicht noch ein Erfolg bei den French Open oder in Wimbledon, plus die US Open.' Ich gehe davon aus, dass er Ende kommenden Jahres an Roger und Rafa vorbeigezogen ist."

Bislang triumphierte Djokovic beim Sandplatzklassiker von Paris erst einmal. 2016 war das, Nadal musste das Turnier nach der 3. Runde verletzungsbedingt abbrechen. In diesem Jahr, so Wilander, seit Djokovic aber nicht unbedingt von der Verfassung Nadals abhängig.

Wilander: Das ist der Vorteil von Djokovic

"Die Temperaturen werden aufgrund des neuen Termins nicht so hoch sein wie normalerweise, was einem Profi wie Nadal, der mit extrem viel Spin spielt, nicht entgegenkommt. Djokovic ist es dagegen mehr oder weniger egal, ob es kalt oder warm ist - er liebt beides", erläutert der 56-Jährige. "Deshalb kommt er bei der Frage nach den Favoriten vor Nadal und Dominic Thiem."

Die French Open vom 27.9. bis 11.10. LIVE im Eurosport Player und im TV

Was die Aufgabe für Nadal noch schwerer macht, ist die gute Entwicklung einiger Topspieler auf Sand. "Das sind Monster auf Sand", sagt Wilander und meint damit neben Thiem und Djokovic vor allem Alexander Zverev, Stefanos Tsitsipas, Denis Shapovalov und Matteo Berrettini. "Diese Jungs haben eine extreme Power, schlagen den Ball so hart. Und: Sie lassen sich von Rafa nicht einschüchtern."

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Darüber hinaus seien viele Spieler in der Lage, mit den speziellen Herbst-Bedingungen bei den diesjährigen French-Open gut umzugehen. "Du musst den Ball flach und hart schlagen - und eine Menge Jungs wissen genau, wie das geht. Wir werden ein großartiges Turnier erleben."

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