"Bei jedem langen Ballwechsel war da ein Brennen in der Brust, es war schwer zu atmen", erklärte Alexander Zverev nach seiner Niederlage. Er sei einfach nicht topfit und "ein wenig krank".
Ein Handicap, das es unmöglich machte, einen bärenstarken Jannik Sinner in die Schranken zu weisen.
"Sinner war heute der bessere Spieler, das muss man so klar sagen", analysierte Eurosport-Experte Boris Becker die Begegnung.
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Zverev sei es nicht gelungen, die Probleme, die bereits im ersten Satz deutlich wurden, zu lösen.
Damit spielte der sechsfache Grand-Slam-Turniersieger auf die unvorteilhafte Positionierung des Hamburgers auf dem Feld an, die es Sinner ermöglicht habe, "Zverev von links nach rechts" zu schicken.

Zverev macht Erkältung zu schaffen

Der Südtiroler erwischte auf Court Suzanne Lenglen in der Tat den besseren Start und holte sich im vierten Spiel das erste Break der Partie zum 3:1.

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Zverev fühlte sich nicht wirklich wohl auf dem Platz und forderte beim Stand von 1:4 ein Spray an, um seine leichte Erkältung und die damit offenbar verbundenen Atemprobleme in den Griff zu bekommen.
Der Weltranglistensiebte versuchte alles, um dem Satz noch eine Wendung zugeben, ließ dabei aber eine ganze Reihe an Chancen liegen.
Die Folge: Satz eins ging an Sinner.

Probleme im Achtelfinale: Zverev verlangt nach Spray

Ein ähnliches Bild bot sich im zweiten Durchgang. Sinner hielt die Fehlerquote niedrig, hatte eine gute Länge in den Bällen. Im neunten Spiel durchbrach der 19-Jährige dann das Aufschlagspiel des Deutschen zum 6:3.
Zverev ließ sich nicht entmutigen und knöpfte Sinner zu Beginn des dritten Satzes das erste Aufschlagspiel ab. Der 23-Jährige war nun etwas besser drin in der Partie, führte mit 2:0.

Zverev schlägt in Satz drei zurück

"Sascha sucht zwar noch immer seine Rückhand, aber hin und wieder kommt sie", urteilte Eurosport-Experte Becker.
Die French Open vom 27.9. bis 11.10. LIVE im Eurosport Player und im TV
Allerdings gelang es Zverev zunächst nicht, die Führung zu verteidigen. Sinner blieb dran und kam wieder auf 3:3 heran. Dennoch leistete sich der Weltranglisten-75. im neunten Spiel eine ganze Reihe einfachster Fehler, die Zverev zum Break und im Anschluss bei eigenem Aufschlag zum Satzgewinn nutzte.

Sinner zieht sein Spiel durch

Ein Erfolgserlebnis, das nicht dazu führte, dass Zverev die Partie besser in den Griff bekäme. Der US-Open-Finalist kassierte im vierten Satz das Break zum 0:2 und geriet in der Folge vorentscheidend mit 1:4 in Rückstand.
Sinner zeigte keine Nerven und servierte das Match in seinem ersten Vergleich mit der deutschen Nummer eins nach 3:01 Stunden aus.

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