"Ich bin in drei Sätzen weitergekommen, das ist Wichtigste und Einzige, was mich im Moment interessiert", erklärte Alexander Zverev nach der Partie im Eurosport-Interview, das sein Bruder Mischa führte.
"Sascha musste heute gut spielen, arbeiten und die Nerven behalten. Das war ein sehr guter Test", analysierte Eurosport-Experte Boris Becker die Begegnung, die der Deutsche nach zwei Stunden und 27 Minuten mit dem ersten Matchball beendete.
Safiullin begann in der Tat couragiert und kam gegen den klaren Favoriten aus Deutschland gut ins Match.
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Für den 23-Jährigen war es nach drei Qualifikationrunden und dem ersten Hauptfeldmatch bereits die fünfte Partie in Roland-Garros.

2. Runde: Zverev zeigt reife Leistung gegen Safiullin

"Er erinnert mich stark an Aslan Karatsev, der in Melbourne aus der Qualifikation ins Halbfinale der Australian Open einzog und seitdem in der Weltpsitze dabei ist. Safiullin spielt ein schnörkelloses Tennis, hat keine große Schwäche", zeigte sich Becker beeindruckt vom Weltranglisten-182. "Ich bin ein großer Fan von ihm geworden und sehe keinen Grund, warum er nicht unter die Top100 kommen sollte."
Safiullin ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, nachdem er sein Aufschlagspiel zum 5:6 verlor. Der Russe antwortete mit dem Re-Break und hatte erst im Tiebreak mit 4:7 das Nachsehen.

Zverev schon vor Matchbeginn stinksauer: "Das ist Bullshit!"

Zverev fand weiterhin nicht zu seinem besten Spiel, streute zu Beginn des zweiten Satzes einige leichte Fehler ein.
Die Quittung kam prompt: Safiullin gelang das Break zum 2:1. Stark dann allerdings die Reaktion des Deutschen. Nach dem 1:3-Rückstand erhöhte Zverev die Schlagzahl und marschierte mit fünf (!) Spielgewinnen in Serie zum Satzgewinn.

Safiullin macht Zverev das Leben schwer

"Ein typisches Sandplatzmatch mit allem, was dazugehört. Beide Spieler agieren auf einem sehr guten Niveau und wir sehen schöne Ballwechsel", lobte Becker, der während seiner Karriere dreimal (1987, 1989, 1991) im Halbfinale von Roland-Garros stand.

NOT IN MY HOUSE! Zverev kontert Aufschlag von unten

Safiullin blieb indes auch im dritten Satz ein hochgradig unangenehmer Kontrahent und zog dank eines weiteren Breaks auf 3:1 davon. Zverev musste erneut einem Rückstand hinterherlaufen, mit Erfolg.
Der Hamburger kam wieder heran, rettete sich in den Tiebreak - und schlug dabei gnadenlos mit 7:1 zu.

Becker: "Sportlich herausfordernd für Zverev"

"Es war sportlich herausfordernd. Sascha musste im Vergleich zur ersten Runde noch eine Schippe drauflegen. Das hat er getan. Er ist jetzt da, wo er sein muss, nachdem er vorher zwei Wochen kein Turnier gespielt hat", befand Becker.
In der 3. Runde trifft Zverev nun auf Laslo Djere, der Miomir Kecmanovic in fünf Sätzen 4:6, 4:6, 6:3, 6:2, 6:3 bezwang.

Perfekt gelöst: Zverev aus Drucksituation zum Satzgewinn

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