Carlos Alcaraz - Boris Becker, Nick Kyrgios und Mischa Zverev reagieren auf Drama: "Fitness fängt im Kopf an"
Carlos Alcaraz lieferte das Bild der French Open: Von Wadenproblemen geplagt stand der Spanier auf seinen Schläger gestützt und konnte fast nicht mehr. Dennoch zog er das Halbfinale gegen Novak Djokovic durch. "Meines Erachtens ist er fast zu viel gelaufen", suchte Eurosport-Experte Boris Becker nach einer Erklärung. Nick Kyrgios hatte indes "Angst" vor der Größe des Matches bei Alcaraz erkannt.
"Tennisball in der Wade": Becker analysiert Alcaraz-Verletzung
Quelle: Eurosport
"Es gibt viele Gründe, warum Novak Djokovic gewonnen und Carlos Alcaraz verloren hat, aber die Fitness fängt im Kopf an. Ich glaube, die Intensität, die Novak vom ersten Ball an gebracht hat, hat Carlos überrascht. Das hat er so nicht erwartet", analysierte Tennis-Ikone Boris Becker das Halbfinale von Roland-Garros.
Gedacht war die Begegnung als Blockbuster, als Duell der Generationen mit zwei absoluten Ausnahmespielern.
Die Kalkulation ging etwas mehr als zwei Stunden lang auf. Djokovic diktierte das Geschehen im ersten Satz, Alcaraz holte den zweiten.
Dann: Filmriss. Alcaraz krampfte, hatte Schmerzen, verlor seine Beweglichkeit. Am Ende stand ein 3:6, 7:5, 1:6, 1:6 aus Sicht des Weltranglistenersten.
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Die Wade! Alcaraz kann plötzlich nicht mehr weiterspielen
Quelle: Eurosport
Möglicherweise, so Becker, habe Alcaraz ein zu hohes Laufpensum hingelegt. "Ich habe selten einen Spieler gesehen, der an so viele Bälle herankommt. Da sage ich: 'Kraft sparen, mal laufen lassen, wenn es 40:0 oder 40:15 steht. Das hat Novak gesehen", erläutert der Ex-Coach des Serben.
Becker: "Dachte in der Sekunde, er muss aufhören"
Es gebe aber noch einen weiteren Punkt, der ein Faktor gewesen sein dürfte. "Was mir Sorgen bereitet hat: Carlos hat die vergangenen zehn Tage nicht trainiert an den freien Tagen. Das kannst du mal machen, aber wenn das die Routine ist, dann fehlt etwas die Fitness", gibt Becker zu bedenken.
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Top 5 shots - Alcaraz and Djokovic produce outrageous tennis in semi-final
Quelle: Eurosport
Alcaraz habe "auch an der Hand Krämpfe gehabt, konnte den Schläger nicht mehr richtig halten. Das war quasi ein Ganzkörperkrampf. Ich dachte in der Sekunde, er muss jetzt aufhören", gibt Becker zu.
Doch auch für Djokovic, der das Momentum eher gegen sich hatte, als Alcaraz körperliche Beschwerden bekam, war die Situation nicht einfach. Trotzdem sei es wenig verwunderlich, dass der Serbe so souverän damit umgegangen sei, glaubt Mischa Zverev.
Kyrgios macht Alcaraz Mut: "Wird lernen, damit umzugehen"
"Novaks Spiel ist darauf ausgerichtet, den Gegner zu zermürben, zu vernichten", so der 35-Jährige bei Eurosport. "Wenn er merkt, dass der Gegner angeschlagen ist, wird er ruhiger. Er weiß: 'Ich habe meine Arbeit getan, jetzt kommt der Spaß und ich kann es zu Ende spielen, denn ich bin der Fittere, der Bessere.'"
Aus Sicht von Nick Kyrgios werde Alcaraz nun "einen großen Lernprozess" durchlaufen. "Krämpfe aufgrund der nervösen Energie und der Angst, ein Match dieser Größenordnung zu spielen. Er wird in Zukunft sicher lernen, damit umzugehen", schreibt der Australier auf Twitter - und ergänzt vielsagend: "Dann sollten wir Angst haben."
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Djokovic breakt Alcaraz spektakulär - "und das Publikum tobt!"
Quelle: Eurosport
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