French Open 2023 - Novak Djokovic kämpft Alejandro Davidovich Fokina nieder und hadert mit Publikum

Novak Djokovic hat bei den French Open in Paris das Achtelfinale erreicht, musste beim 7:6 (7:4), 7:6 (7:5), 6:2 gegen Alejandro Davidovich Fokina aber schwer schuften. Darüber hinaus applaudierte er während eines Medical Timeouts höhnisch dem Publikum, das ihn teilweise ausgebuht hatte. In der nächsten Runde trifft der zweimalige Roland-Garros-Champion auf Hubert Hurkacz oder Juan Pablo Varillas.

3. Runde: Djokovic besteht Härtetest - Highlights

Quelle: Eurosport

"Ich habe mich zu Beginn körperlich überhaupt nicht gut gefühlt. Die Beine waren nicht da, es sind eine Menge Dinge passiert auf dem Platz", erklärte Novak Djokovic im Eurosport-Interview nach dem Spiel.
Das Match sei "phasenweise nicht angenehm" gewesen, gab der Superstar zu. "Aber je länger es geht, desto besser und selbstbewusster fühle ich mich meist."
Den zweiten Satz hätte "Davidovich Fokina holen müssen, aber jedes Mal, wenn es knapp wurde, hat Djokovic sein bestes Tennis gespielt und diese Fehler nicht gemacht, auf die der Spanier gewartet hat", analysierte Djokovics ehemaliger Trainer Boris Becker bei Eurosport die Vorstellung des Serben.
Djokovic tat sich von Beginn an schwer gegen Alejandro Davidovich Fokina. Der an Position 29 gesetzte Spanier holte sich das erste Break der Partie (3:2), musste den Satz aber im Tiebreak abgeben.

Djokovic nervenstark im Tiebreak

Im zweiten Durchgang war es erneut Davidovich Fokina, der dem Serben zunächst das Service abnahm (2:0) und die besseren Karten hatte.
Duplizität der Ereignisse: Djokovic kam einmal mehr zurück und zeigte sich im Tiebreak, den er 7:5 gewann, nervenstark.
Daraufhin jubelte der 36-Jährige dermaßen offensiv und lange, dass ihn ein Teil des Publikums ausbuhte. Während des anschließenden Medical Timeouts bedachte Djokovic die Zuschauer mit höhnischem Applaus und dem nach oben gereckten Daumen.

Djokovic: "Manche Leute lieben es, das Spiel zu stören"

"Die meisten Zuschauer sind da, um mich oder den anderen Spieler zu unterstützen, um Tennis zu genießen. Aber manche Leute lieben es, zu stören und die Spieler nicht zu respektieren. Meistens reagiere ich nicht, aber manchmal gehe ich dagegen an, weil es respektlos ist", erläuterte Djokovic.
Erst im dritten Satz gelang es dem Rekord-Grand-Slam-Champion, mit einer schnellen 3:0-Führung für klare Verhältnisse zu sorgen.

Djokovic: "Stolz auf meine Leistung"

Davidovich Fokina bekam beim Return kein Bein mehr auf den Boden, während Djokovic stabiler servierte und die Begegnung nach 3:36 Stunden mit dem zweiten Matchball zu seinen Gunsten entschied.
"Er ist ein großartiger Kämpfer, hat wenige Schwächen in seinem Spiel", lobte Djokovic seinen Gegner im Siegerinterview. "Ich habe mir gedacht, wenn ich den zweiten Satz verliere, geht es über fünf Stunden. Ich bin stolz auf meine Leistung heute."
Die Partie habe sich "mehr wie ein Vier- oder Fünfsatzmatch angefühlt mit all dem Hin und Her, dazu die Comebacks von Novak in den Sätzen", befand Eurosport-Experte Mischa Zverev.
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