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French Open 2024 - Alexander Zverev wirft Rafael Nadal nach bärenstarker Leistung in Roland-Garros aus dem Turnier
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Update 27/05/2024 um 21:28 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev hat das Prestigeduell in der 1. Runde der French Open gegen Rekordchampion Rafael Nadal glatt in drei Sätzen nach 3:05 Stunden mit 6:3, 7:6 (7:5), 6:3 für sich entschieden. In der nächsten Runde von Roland-Garros wartet nun der Sieger der Partie zwischen dem Belgier David Goffin und dem französischen Wildcard-Starter Giovanni Mpetshi Perricard auf den Olympiasieger aus Hamburg.
Alexander Zverev und Rafael Nadal bei den French Open 2024
Fotocredit: Getty Images
"Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Danke Rafa von der ganzen Tenniswelt. Es ist so eine große Ehre. Ich habe Rafa meine ganze Kindheit durch spielen sehen und ich habe Glück, selbst gegen ihn spielen zu dürfen. Es ist nicht mein Moment, es ist Rafas Moment, deswegen werde ich nicht viel erzählen", erklärte Alexander Zverev nach einer denkwürdigen Partie auf dem Centre Court.
Der Hamburger war vom ersten Ballwechsel an voll da, nahm Nadal das Service zum 1:0 ab und verschaffte sich umgehend einen Vorteil in der Begegnung. Ein Start nach Maß.
"Sascha hat einfach mehr Power als sein Gegenüber, er ist ja auch zehn Jahre jünger", urteilte Eurosport-Experte Boris Becker.
Es sei absolut richtig, dass Zverev dieses Plus schon in der Anfangsphase ausspiele.
Tatsächlich blieb der Olympiasieger am Drücker, gestand Nadal keinen Breakball zu und holte sich nach 50 Minuten mit dem zweiten Break völlig verdient die Satzführung.
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Zverev exklusiv: "Glaube immer noch, dass Nadal zurückkommen wird"
Quelle: Eurosport
"Zverev hat eine klare Strategie vom Vater mitbekommen auf den Platz, und die setzt er um. Mit Ausnahme von zwei Breakbällen gegen sich, ist er konstant gewesen und hat seine Linie nicht verloren", lobte Becker. Der erste Aufschlag beim Weltranglistenvierten komme gut, "er dominiert die Mitte des Platzes und hat eine kontrollierte Offensive in seinem Spiel".
Nadal holt Break, Zverev den Tiebreak
Nadal brauchte ein Ausrufezeichen - und setzte es. Im fünften Spiel gelang dem 37-Jährigen das erste Break (3:2).
Der Court Philippe-Chatrier hallte wider von den Sprechchören für den Mallorquiner, der das Momentum nun auf seiner Seite hatte.
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"Herrlich!" Nadal zeigt bei Zverev-Breakball sein ganzes Können
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Trotzdem musste der 14-malige Roland-Garros-Sieger in den Tiebreak - in dem Zverev die besseren Argumente hatte. Der 27-Jährige ging 5:3 in Führung und schnappte sich nach rund zwei Stunden Spielzeit auch den zweiten Satz.
Becker lobt Kampfgeist von Nadal
Nadal versuchte weiterhin alles, um der Partie eine Wendung zu geben. Zunächst mit Erfolg. Der 22-malige Grand-Slam-Turniersieger kam auch im vierten Satz zu einem frühen Break und einer 2:0-Führung.
"Rafa kämpft natürlich, vielleicht wie nie zuvor jemand auf diesem Platz", urteilte Becker.
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Zverev im Glück: Rebreak gegen Nadal mit Rahmentreffer
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Besonders beeindruckend waren Nadals Netzangriffe. 19 Mal war der French-Open-König bis zu diesem Zeitpunkt ans Netz gegangen, 17 Mal machte er den Punkt.
Nichtsdestotrotz schlug Zverev erneut zurück. Mehr noch: Im siebten Spiel nahm er Nadal das Service zum 4:3 ab und legte damit den Grundstein zum Erfolg in drei Sätzen.
Nadal lässt French-Open-Zukunft offen
"Sascha war der bessere Spieler von Anfang an. Er hat gleich das erste Aufschlagspiel von Nadal durchbrochen und nicht mehr lockergelassen", bilanzierte Tennis-Legende Becker. "Für mich war der zweite Satz entscheidend, als Nadal vorne lag und dann den Tiebreak verlor. Da war klar, dass Zverev der Sieger sein wird."
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Nadal-Rede auf dem Court: "Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ..."
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Nadal erklärte noch auf dem Court, er sei "nicht zu hundert Prozent sicher, ob es das letzte Mal war, aber wenn es das war, dann habe ich es genossen. Die Leute waren toll, die ganze Woche. Es ist so besonders für mich, diese Liebe zu spüren, an dem Ort, den ich am allermeisten liebe. Vielen Dank dafür", so der Superstar.
Zverev exklusiv: "Das Match als Finale gesehen"
Zverev zeigte sich im Eurosport-Interview froh darüber, gegen Nadal auf dem Platz gestanden zu haben. "Ich habe auf dieses Match zwei Jahre lang gewartet, die Erinnerungen an 2022 sind noch da. Ich wollte unbedingt noch einmal hier gegen ihn spielen, wenngleich nicht in der 1. Runde. Das Match und das Niveau waren sehr hoch, die Leistung von uns beiden sehr in Ordnung. Vor allem von der Grundlinie waren die Schläge sehr solide und meist sehr sauber", so der 27-Jährige.
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Becker zum Zverev-Sieg gegen Nadal: "Ein historischer Moment"
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Er sei zufrieden und habe das "Match als Finale, als separates Turnier gesehen. Die Auslosung kam heraus und die ganze Tenniswelt sprach nur noch über dieses eine Match. Das bekommst du mit, auch wenn du dein Handy ausmachst und versuchst, nicht darauf zu achten. Für mich fängt das Turnier jetzt neu an. Ich hoffe, so weiterzuspielen und noch ein oder zwei Dinge verbessern zu können."
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Nadal raus gegen Zverev - das Ende einer Epoche
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Mischa Zverev im Interview: "Ich hatte komische Gefühle"
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