French Open - Coco Gauff plädiert nach Streit mit Schiedsrichterin für Video-Assistenten: "Es ist fast lächerlich"
VonLukas Fegers
Update 07/06/2024 um 21:46 GMT+2 Uhr
Die Tränen sind getrocknet, doch der Frust ist noch da. Im Halbfinale der French Open war Coco Gauff mit Stuhlschiedsrichterin Aurélie Tourte aneinandergeraten, die US-Open-Siegerin fühlte sich ungerecht behandelt. Nach der 3:6, 4:6-Niederlage gegen Titelverteidigerin Iga Swiatek legte Gauff auf der Pressekonferenz in Roland-Garros nach - und forderte eine Video-Assistenten-Technologie im Tennis.
Gauff in Tränen nach Streit mit Schiedsrichterin
Quelle: Eurosport
Es sei "fast lächerlich", dass die Technologie im Tennis nicht angewandt werde, monierte Gauff. Schließlich gebe es "so viele Entscheidungen, die getroffen werden". Es sei "scheiße", wenn man später feststellen müsse, dass man im Recht gewesen sei.
Sauer aufgestoßen war Gauff bei ihrer Halbfinal-Niederlage ein Ballwechsel zu Beginn des zweiten Satzes. Nach einem Aufschlag Swiateks hatte der Linienrichter den Ball im Aus gesehen, dieser Call jedoch wurde von der Stuhlschiedsrichterin overruled.
Da Gauffs Return das Spielfeld verfehlte, ging der Punkt an die Polin.
Gauff allerdings hatte sich durch den vorherigen Aus-Ruf des Linienrichters in der Ausführung ihres Schlags behindert gefühlt.
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Quelle: Eurosport
Tourte hingegen argumentierte, dass der Call samt Overruling erst nach ihrem Return erfolgt sei - zum Unverständnis von Gauff. Die Folge: Sie lieferte sich lauthals einen verbalen Schlagabtausch mit Tourte.
Dabei kamen ihr sogar ein paar Tränen. Und auch nach dem Match hatte sich der Ärger der Weltranglistendritten nicht gelegt.
Gauff: Tennis muss "sich weiterentwickeln"
So verwies Gauff auf der Pressekonferenz auf andere Sportarten, bei denen es normalerweise mehrere Schiedsrichter gebe, die eine Entscheidung - auch unter Zuhilfenahme des VAR (Video Assistant Referee) - treffen.
Dies, beharrte die 20-Jährige, solle auch im Tennis der Fall sein: "Als Sport müssen wir uns weiterentwickeln, und wir haben die Technologie. Sie zeigen es im Fernsehen, also verstehe ich nicht, warum der Spieler es nicht sehen kann."
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