Anders als bei seinem souveränen
Auftaktsieg gegen Learner Tien (6:3, 6:3 6:4) kam Zverev m Donnerstag jedoch zunächst überhaupt nicht in die Partie und leistete sich viele kleine Fehler.
Ganz anders dagegen de Jong, der die Bälle von Beginn an gut verteilte und Zverev so unter Druck setzte. Der Nummer 88 der Welt spielte es dabei in die Karten, dass der Hamburger bisweilen weit hinter der Grundlinie stand, was sein Gegner immer wieder für freche Stopps nutzte.
Die Folge war die frühe 3:0-Führung für den bis dato aktiveren Spieler aus den Niederlanden, der auch das eine oder andere spielerische Highlight setzte.
"Zverev muss häufig reagieren. Er sucht noch die Präzision und findet die Linien noch nicht ganz", erklärte Eurosport-Experte Philipp Kohlschreiber.
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Quelle: Eurosport
Zverev zunächst zu passiv
Speziell die vermeintlich größte Waffe des Olympiasiegers, der Aufschlag, kam zu Beginn überhaupt nicht zur Geltung.
"Mich überrascht es, wie gut de Jong Zverevs Aufschlag liest, er ist fast an jedem dran", zeigte sich Kohlschreiber durchaus überrascht.
Zverev im Eurosport-Interview: "Die letzten drei Sätze waren super"
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Die deutsche Nummer eins dagegen präsentierte sich insgesamt zu passiv - auch bei den Aufschlägen seines Gegners. "Mir fehlt die Energie, an die Grundlinie ranzugehen. Ein halber Meter würde da schon helfen", konstatierte Kohlschreiber.
Fast folgerichtig sicherte sich de Jong daher den ersten Satz (6:3).
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Zverev schafft Satzausgleich
Zu Beginn des zweiten Durchgangs musste Zverev die nächste Herausforderung meistern, als er sich mit zwei Breakbällen gegen sich konfrontiert sah.
Mit sage und schreibe fünf Assen (!) in jenem Aufschlagspiel, überstand er diese brenzlige Situation - was einen Wendepunkt in dieser Partie darstellen sollte.
Der Weltranglistendritte nahm de Jong kurz darauf erstmals den Service ab und zeigte sich fortan deutlich aktiver und holte sich wenig später verdientermaßen den Satzausgleich (6:1).
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ZVerev übernimmt komplett die Kontrolle
"Sascha hat sehr gut aufgeschlagen und war aktiver - allerdings hat de Jong auch viele kleine Fehler gemacht", analysierte Kohlschreiber.
Dies lag nicht zuletzt an der veränderten Spielweise Zverevs. "Er diktiert die Ballwechsel, sodass de Jong gar nicht mehr in offensive Situationen kommt", so der Ex-Profi weiter.
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Dies setzte sich auch im dritten Satz fort. Zverev übernahm jetzt komplett die Kontrolle und schnupperte nahezu bei jedem Aufschlagspiel de Jongs an einem Break.
Beim Stand von 2:2 gelang ihm letztlich das Break, das er mit einem lauten Schrei feierte.
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Zverev schafft Turnaround
"Er hat das Spiel toll umgedreht. Ihm ist es gelungen, aus einer Lethargie zurückzufinden und die Punkte offensiv zu gestalten. Beim Aufschlag fühlt er sich pudelwohl", schwärmte Kohlschreiber und ergänzte:
"Hin und wieder hat er den Gegner nicht ganz bestraft, aber er ist auf einem guten Weg und es macht richtig Laune, ihm zuzuschauen."
Das dürften auch die Zuschauer auf dem Court Simonne-Mathieu so gesehen haben, die wenig später nach einem weiteren Break die 2:1-Satzführung Zverevs bejubeln durften (6:2).
Hellwach in Satz zwei: Zverev schlägt mit Break zurück
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Zverev macht Einzug in dritte Runde perfekt
"De Jong wirkt ein bisschen ratlos", brachte es Kohlschreiber auf den Punkt. "Zverev legt gut nach und lässt auch nicht locker. Er hat sich toll reingespielt, reingekämpft."
Die Folge waren zwei weitere Breaks zu Beginn des vierten Durchgangs, was die Vorentscheidung bedeutete. Auch wenn Zverev beim Stand von 4:1 noch einmal seinen Aufschlag abgab, ändere das nichts mehr am letztlich verdienten 3:6, 6:1, 6:2, 6:3-Erfolg des Olympiasiegers.
Nach 2:58 Stunden nutzte Zverev seinen zweiten Matchball und machte den Einzug in die dritte Runde perfekt.
"Sascha hat sich heute toll gesteigert. Das zeigt auch, wie sich so ein Best-of-Five entwickelt. Er kann stolz darauf sein, wie er das Match gedreht und in welcher Manier er gespielt hat. Mit Sicherheit hat das etwas an Kraft gekostet, aber er kann sehr zufrieden sein", bilanzierte Kohlschreiber.
Der zweite Matchball sitzt! Zverev knackt de Jong
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Zverev: "Ich liebe dieses Turnier und die Fans hier"
"Der erste Satz war sicherlich nicht mein bester. Jetzt bin ich einfach happy, dass ich gewonnen habe", sagte Zverev selbst im On-Court-Interview.
"Jesper hat am Anfang fantastisch gespielt. Aber meine letzten drei Sätze waren auch sehr gutes Tennis, damit bin ich echt zufrieden", sagte Zverev, der nun zum achten Mal in Serie unter den letzten 32 von Paris steht.
Zverev nach Sieg gegen de Jong: "Liebe es hier zu spielen"
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Dabei soll es freilich nicht bleiben: "Ich liebe dieses Turnier, ich liebe die Fans hier. Vergangenes Jahr war ich im Finale. Jetzt schauen wir mal, ob wir zusammen diesen entscheidenden Schritt weiter gehen können."
Auch wenn nun frühestens im Viertelfinale ein gesetzter Spieler wartet (der Novak Djokovic heißen könnte), werden die Aufgaben nun anspruchsvoller.
In der dritten Runde geht es gegen den italienischen Hamburg-Sieger Flavio Cobolli.
2. Runde: Cobolli macht Duell mit Zverev klar - Highlights
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(mit SID)
Zverev kritisiert Sport-Begeisterung: "Andere Länder sind uns voraus"
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