Carlos Alcaraz erklärt sich vor Roland-Garros zu Party-Vorwürfen - Rafael Nadal stellt sich hinter spanischen Landsmann
Update 26/05/2025 um 16:09 GMT+2 Uhr
Carlos Alcaraz hat sich vor seinem Auftaktmatch bei den French Open gegen Giulio Zeppieri zu den Vorwürfen geäußert, dass er zu oft Party mache. Entsprechende Kritik war nach der Veröffentlichung der Netflix-Doku über ihn aufgekommen. "Natürlich bin ich ein Profi. Für mich steht Tennis an erster Stelle, aber ich versuche auch, meine Momente des Vergnügens zu haben", rechtfertigte sich der Spanier.
Carlos Alcaraz hat die Balance zwischen seinem professionellem und privatem Leben gerechtfertigt
Fotocredit: Getty Images
"Viele haben mir auch gesagt, dass es den Anschein hat, dass ich zu sehr meine Party-Seite zeige, dass ich die Party, die Nacht wirklich mag", sagte der 22-Jährige auf einer Pressekonferenz vor seiner Erstrundenpartie gegen Giulio Zeppieri (6:3, 6:4, 6:2). "Letztendlich sehe ich das nicht so, aber ich bin offen für alle möglichen Meinungen. Und was ich zeige, ist mein Leben, diese Art, auch meine Seite des Vergnügens auszuleben, mit der Tennisseite, mit meinem Beruf, meiner Arbeit, mit dem, was ich mag."
Kritik hatte es unter anderem von seinem spanischen Landsmann und Tennis-Profi Roberto Bautista Agut gegeben. "Ich glaube nicht, dass Carlos Grand Slams gewinnt, wenn er um sieben Uhr morgens ins Bett geht", hatte der 37-Jährige kritisiert.
In dem Dokumentarfilm "Carlos Alcaraz: Auf meine Art" hatte er unter anderem offenbart, dass er nach seiner Halbfinalniederlage in Paris 2023 gegen Novak Djokovic nach Ibiza flog, um dort Party zu machen.
"In Ibiza geht es eigentlich nur ums Feiern und Ausgehen. Ich will ehrlich sein, ich bin hingefahren, um richtig zu feiern. Ich habe das ausgenutzt, weil ich wusste, dass ich vielleicht nie wieder drei Tage wie diese erleben werde", sagte der Spanier in der Doku.
Vor seinem Erstrundenmatch 2025 kommentierte er nun, dass er trotzdem die richtige Balance zwischen Privatleben und Tennis halte: "Ich habe gezeigt, dass ich gerne ausgehe, wie jeder 21- oder 22-Jährige, aber ohne den Fokus auf das zu verlieren, was wirklich wichtig ist, nämlich Tennis."
Rafael Nadal stellt sich vor Carlos Alcaraz
Alcaraz dankte dabei auch seinem Vorbild und Landsmann Rafael Nadal, der sich bei dem Thema hinter ihn gestellt hatte: "Die Wahrheit ist, dass ich viele Kritiken und Meinungen zu schätzen weiß und auch das, was Rafa gesagt hat. Aber die Leute dürfen nicht vergessen, dass ich es dank einer bestimmten Art und Weise bis hierhin geschafft habe", sagte der viermalige Grand-Slam-Sieger.
Nadal hatte in einem Interview mit der französischen Sportzeitung "l’Équipe" gesagt: "Wenn man Carlos ein wenig kennt, merkt man, dass der Film nicht seine Persönlichkeit oder seine Einstellung zum Beruf widerspiegelt. Er wird nicht als Tennisspieler dargestellt, der hart arbeitet, sondern als jemand, der gerne feiert und das braucht, als ob er nicht sehr professionell wäre. Das stimmt einfach nicht."
Der 38-Jährige, der am Sonntag in Paris verabschiedet und gefeiert wurde, schilderte seine Sicht auf Alcaraz’ Arbeitseinstellung: "Carlos ist ein großer Profi. Er arbeitet sehr hart daran, sein Tennis und seine körperliche Verfassung auf höchstes Niveau zu bringen."
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Quelle: Eurosport
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