French Open: Novak Djokovic ohne Rafael Nadal vor Problemen? Andre Agassi fühlt mit Superstar nach Rücktritten
Publiziert 28/05/2025 um 12:40 GMT+2 Uhr
Seit dem Rücktritt von Rafael Nadal kämpft sich Novak Djokovic als letzter Teil der Big Three durch die ATP-Tour - ein Umstand, der mental durchaus zur Herausforderung werden kann. "Als Pete Sampras in Ruhestand ging, hat mich das in gewisser Hinsicht geprägt", versetzte sich der achtmalige Grand-Slam-Sieger Andre Agassi im exklusiven Interview mit Eurosport in die Situation des Serben.
1. Runde: Djokovic mit tadellosem Auftakt - Highlights
Quelle: Eurosport
"Ich kann mir nur schwer vorstellen, welche Gedanken Novak durch den Kopf gehen, wenn es darum geht, seinen Platz in der Geschichte zu behaupten, obwohl seine größten Rivalen nicht mehr dabei sind", hob der Eurosport-Experte hervor.
Rekord-Grand-Slam-Champion, Olympiasieger, 100 Titel auf der ATP-Tour - Djokovic hat in seiner illustren Laufbahn jeden erdenklichen Meilenstein erreicht. Doch wären diese Errungenschaften auch ohne Roger Federer und Rafael Nadal möglich gewesen?
"Als Pete Sampras in den Ruhestand ging, hat mich das in gewisser Hinsicht geprägt", erinnerte sich Agassi an eine ähnliche Situation aus seiner 20-jährigen Karriere. "Ich wusste, dass ich an mehr [Final-]Sonntagen gewinnen würde, aber in anderer Hinsicht habe ich ein kleines Stück von etwas verloren, das mir gar nicht bewusst war."
Sampras und Agassi standen sich 34-mal gegenüber, unter anderem auch in den Endspielen der US Open, Australian Open und von Wimbledon. 2002 nahm Sampras seinen Hut, vier Jahre später verkündete auch Agassi seinen Abschied.
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Agassi: "Novak holt immer das Beste aus sich heraus"
Im Falle der Big Three ergibt sich nun dasselbe Bild. Federer trat im Herbst 2022 zurück, Nadal folgte zwei Jahre später - und Djokovic?
"Es muss schwer sein, das Fest nicht mit den Leuten zu verlassen, mit denen man gekommen ist", führte Agassi aus. Am Ende sieht er den serbischen Altmeister aber nicht. "Er will allen zeigen, dass er der Größte ist."
Das Maximum sei bei Djokovic nach wie vor das einzige Ziel. "Novak holt immer das Beste aus sich heraus, weil er sich weigert, weniger zu akzeptieren. Und wenn er das Gefühl hat, dass er weniger gibt, findet er etwas, das ihn antreibt", so Agassi. "Das zeigt er uns gerade. Aber er wird hart arbeiten müssen, um den richtigen Kick zu finden, der das Beste aus ihm herausholt."
Bei den French Open gelang Djokovic am Dienstag ein souveräner Auftakt, den US-Amerikaner Mackenzie McDonald bezwang er in drei Sätzen (6:3, 6:3, 6:3). In der nächsten Runde trifft er auf den Franzosen Corentin Moutet.
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