French Open 2026 - Matteo Berrettini ist nach Jahren voller Verletzungen wieder zurück in der Weltspitze
Update 02/06/2026 um 10:49 GMT+2 Uhr
Matteo Berrettini ist bei den French Open zurück auf der großen Bühne. Am Montag zog der 30-Jährige erstmals seit den US Open 2022 wieder in das Viertelfinale eines Grand Slams ein. Berrettini verpasste die vergangenen vier Ausgaben in Roland-Garros verletzungsbedingt. Doch gegen Juan Manuel Cerúndolo setzte sich der Italiener mit 6:3, 7:6 (7.2), 7:6 (8:6) durch und ließ seine Klasse aufblitzen.
Berrettini gibt Einblicke: "Gab definitiv einen Moment des Zweifels"
Quelle: Eurosport
"Es fühlt sich großartig an. Ich bin happy und stolz. Es ist lange her", gestand Berrettini bei Eurosport: "2021 stand ich hier letztmals im Viertelfinale. Danach konnte ich viermal in Folge nicht antreten. Das war definitiv eine zu lange Zeit."
Der Wimbledon-Finalist von 2021 wurde in den letzten Jahren durch zahlreiche Verletzungen ausgebremst. In der vergangenen Saison fehlte Berrettini bei den French Open und US Open. Die zweite Runde bei den Australian Open war somit sein bestes Ergebnis.
Doch nun sei er fit und froh, wieder in Paris spielen zu können. Lange war er sich selbst nicht sicher, ob er zu alter Stärke zurückfinden könne.
"Es gab definitiv einen Moment, in dem ich Zweifel hatte. Nicht was das Level meines Tennis' anbetraf, eher: Was, wenn es mein Körper nicht mehr zulässt?", gab der ehemalige Weltranglistensechste zu. Dies sei "das schlimmste Gefühl, das man haben kann".
Berrettini erinnert sich an Tennis-Anfänge
Ein Comeback sei immer sein Fokus gewesen: "Aber wenn du verletzt bist und Schmerzen hast, dein Körper und die Ärzte dir sagen, dass es weitere Zeit braucht, kannst du nichts dagegen tun."
Er habe an seine Anfänge zurückgeblickt und sich "den Jungen ins Gedächtnis gerufen, der mit dem Tennissport angefangen hat, und den Grund, warum ich Tennis spiele: die Freude an Matches wie diesem heute. Und hier bin ich wieder. Ich denke, das war der Schlüssel."
Berrettini, der vor fünf Jahren in Wimbledon nach Satzführung Novak Djokovic im Finale unterlegen war, sieht sein Spiel trotz der vielen verletzungsbedingten Pausen verbessert - vor allem am Netz. "Ich fühle mich dort jetzt weitaus wohler. Mit der Rückhand spiele ich nicht mehr so viel Slice wie früher", analysierte der Italiener.
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Berrettini nach Verletzungssorgen zurück: "Die Liebe meines Lebens"
Quelle: Eurosport
Keine Spezialisten im Tennis? "Jeder kann alles"
Der Tennissport im Allgemeinen entwickle sich mittlerweile "so schnell weiter. Heute kann jeder alles: Jeder bewegt sich unglaublich gut, schlägt gut auf und ist gut am Netz."
Vor einigen Jahren sei dies noch anders gewesen. "Es gab mehr Spezialisten für bestimmte Beläge mit gewissen Schwächen in ihrem Spiel. Jetzt sind alle wirklich, wirklich gut."
Es sei daher besonders "wichtig, variabel zu spielen, aber wenn du draufhauen musst, musst du draufhauen. Sonst wirst du von diesen Typen überfahren wie von einem Truck", erklärte Berrettini. Dies wird der 30-Jährige auch im Viertelfinale erneut beweisen müssen - da trifft er auf Landsmann Matteo Arnaldi, der am Montagabend weit nach Mitternacht US-Star Frances Tiafoe 7:6 (7:5), 6:7 (5:7), 3:6, 7:6 (7:3), 6:4 niederrang.
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Achtelfinale: Berrettini stoppt Sinner-Bezwinger Cerúndolo - Highlights
Quelle: Eurosport
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