French Open: Novak Djokovic mit Fitnessrückstand? Boris Becker, Mats Wilander und Àlex Corretja analysieren Chancen

Vor den French Open sorgen die fehlende Matchpraxis und der Fitnesszustand von Tennis-Ikone Novak Djokovic für Spekulationen. Eurosport-Experte Boris Becker fürchtet, dass es "ein kürzeres Turnier für Novak in Roland-Garros" werden könnte. Trotzdem sieht der einstige Djokovic-Coach - ebenso wie die beiden Ex-Profis Àlex Corretja und Mats Wilander - großes Potenzial beim inzwischen 39-Jährigen.

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Quelle: SNTV

"Wir hoffen bei Novak einfach immer, ihn in guter Verfassung zu sehen", so Àlex Corretja. Eigentlich habe er erwartet, dass Djokovic nach dem enttäuschenden Auftritt beim Masters in Rom noch einmal beim Turnier in Genf antreten würde, um Matchpraxis zu sammeln.
Das war nicht der Fall, sodass die Auftaktpartie in Roland-Garros gegen Giovanni Mpetshi Perricard, der einen brachialen Aufschlag besitzt, schon ein erster Härtetest wird.
"Es ist nicht so einfach, von fast keinem Match direkt auf Best-of-five zu gehen", gibt Corretja mit Blick auf die French Open (24. Mai bis 7. Juni live im TV bei Europsport und im Stream bei HBO Max) zu bedenken.
"Ich fürchte, es könnte aufgrund der fehlenden Matches ein kürzeres Turnier für Novak in Roland-Garros werden. Er hat das eine Match in Rom gespielt, das Achtelfinale in Indian Wells - aber nichts dazwischen", unterstreicht Boris Becker. Man dürfe den Serben, den er von 2013 bis 2016 coachte, aber "nie unterschätzen, wenn er in den Flow bei einem Grand Slam kommt. Ich denke, dass ihm der Best-of-five-Modus mehr liegt. Es wird darauf ankommen, wie die erste Woche läuft, denn er braucht Matches."
Der frühere Weltranglistenzweite Corretja sieht derweil in der immensen Erfahrung des 24-maligen Grand-Slam-Turniersiegers einen massiven Vorteil.

Corretja: "Gibt vielleicht fünf Spieler, die Djokovic schlagen können"

"Wenn Novak gesund ist und bereit ist, gibt es vielleicht fünf Spieler im Feld, die ihn schlagen können", führt Corretja aus.
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Novak Djokovic bereitet sich aktuell auf die French Open vor

Fotocredit: TNT Sports

Allerdings, schränkt der French-Open-Finalist von 1998 und 2001 ein, müsse Djokovic körperlich bei 100 Prozent sein. "Wenn er nicht bereit ist, kann man heutzutage gegen jeden verlieren. Tennis ist aktuell unglaublich schwierig."

Wilander über Djokovic: "Wie gut kann er sich erholen?"

Auch Mats Wilander traut Djokovic trotz der fehlenden Matchpraxis eine Menge zu. "Ich glaube, Novak ist bereit", sagt der Schwede im Gespräch mit Eurosport.
Die große Unbekannte sei die Regeneration. "Das Einzige, was wir - und er selbst - nicht wissen: Wie gut kann er sich erholen?"
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Highlights: Djokovic verliert bei Comeback gegen Außenseiter

Quelle: SNTV

Wilander ist überzeugt, dass Djokovic im Verlauf des Turniers immer besser werden könnte. "Wenn er drei oder vier Matches übersteht, wird er extrem gefährlich", sagt der Paris-Sieger von 1982, 1985 und 1988. Schließlich habe Djokovic "24 Grand Slams gewonnen - er weiß genau, was er auf Sand tun muss".

Wilander: Diesen Einfluss hat das Spieltempo bei Djokovic

Auch das Spieltempo des Platzes könnte laut Wilander eine Rolle spielen. "Auf einem schnellen Sandplatz kann er gegen Jannik Sinner gefährlich sein. Und auf einem langsamen gegen die typischen Sandplatzspieler wie Casper Ruud."
Entscheidend werde die Auslosung am Donnerstag. "Er braucht ein gutes Los - das ist die einzige echte Sorge, die ich bei ihm habe."
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Djokovic macht Tsonga "warm" - aber Sinner und Parry sind gnadenlos

Quelle: Eurosport


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