French Open 2026: Skurrile Szene um Jannik Sinner wirft Fragen auf - Boris Becker vermutet Blackout bei Superstar
Publiziert 29/05/2026 um 00:19 GMT+2 Uhr
Das dramatische Aus von Jannik Sinner in der 2. Runde der French Open 2026 beschäftigt die Tennis-Welt - und eine Szene ganz besonders. Beim Stand von 6:3, 6:2, 5:4 erkundigte sich der Weltranglistenerste nach den Regeln zur Time Violation. Durchaus ein Kuriosum für einen Spieler seiner Klasse. "Für mich war das ein Blackout, der wusste gar nicht mehr, wo er war", meinte Boris Becker zur Szene.
Blackout bei Sinner? Superstar stellt Fragen zum Regelwerk
Quelle: Eurosport
Zu jenem Zeitpunkt kämpfte Sinner mit schweren körperlichen Problemen, unglaubliche 15 Punkte in Folge hatte der 24-jährige Superstar verloren.
Beim Stand von 0:40 bei eigenem Aufschlag lehnte er sich schließlich an eine Bande und ließ Zeit verstreichen. Normalerweise werden die Athleten bei einem solchen Vorgehen vom Unparteiischen zum Weiterspielen aufgefordert - doch am Donnerstag war auf dem Court Philippe Chatrier nichts normal.
Stuhlschiedsrichterin Aurélie Tourte verließ ihren Platz und eilte zum sichtlich strauchelnden Sinner. Von diesem wurde die 42-Jährige schließlich gefragt: "Wie funktioniert das jetzt mit dem Zeitspiel?"
Tourte erwiderte: "Entweder bekommst du eine Strafe für Zeitüberschreitung, danach droht dir eine Verwarnung. Oder wir gucken mit dem Physio, was los ist?" Daraufhin entschied sich Sinner für letzteres.
Sinner war "mit dem Kopf nicht mehr da"
Kurios: Bereits vor dem Leistungseinbruch war zu erkennen, dass Sinner hier und da ein Zwicken in seinen Beinen spürte. Doch der Südtiroler verzichtete noch auf einen Physio.
"Ab dem dritten Satz hatte ich das Gefühl, dass er mit dem Kopf nicht mehr da war", meinte Eurosport-Experte Boris Becker in der TV-Show Matchball Becker an der Seite von Moderator Matthias Stach. "In solchen Momenten trifft man dann die falschen Entscheidungen: Er hätte beim Stand von 5:2 einen Physio kommen lassen können, auch bei 5:4. So hätte er etwas Zeit sparen können - hat es aber nicht getan."
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Becker zum Sinner-Drama: "Das kann nicht körperlich sein"
Quelle: Eurosport
Dass sich Sinner anschließend sogar nach dem Regelwerk erkundigte, bestätigte Becker in seiner Annahme, dass der Superstar mehr mental als körperlich zu kämpfen hatte.
"Für mich war das ein Blackout, der wusste gar nicht mehr, wo er war", so der sechsmalige Grand-Slam-Turnier-Sieger. "Er hat die Schiedsrichterin nach den Regeln gefragt - der beste Spieler der Welt! Interessant, dass die Schiedsrichterin zu ihm ging. Die hatte wohl Mitleid mit ihm."
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