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Gegenwind für Rafael Nadal und Novak Djokovic wegen Kasachstan-Auftritt
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Publiziert 25/10/2019 um 19:28 GMT+2 Uhr
Rafael Nadal und Novak Djokovic haben mit ihrem Benefizspiel in Kasachstan, bei dem sie Geld für wohltätige Zwecke sammelten, auch für Negativschlagzeilen gesorgt. Nach festgelegten Regeln könnten Schaukämpfe während der ATP-Turniere nicht durchgeführt werden, gibt Edwin Weindorfer, Leiter des Wiener ATP-Turniers, zu bedenken. Hinzu kommt die politische Situation im Land.
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Rafael Nadal und Novak Djokovic zeigten sich dankbar, in Kasachstan spielen zu können. Der Spanier richtete seine Worte an den ehemaligen Präsidenten Nursultan Nazarbayev: "Dies ist mein dritter Besuch in Kasachstan. Jedes Mal genieße ich es hier zu sein, aber dieser Besuch ist etwas Besonderes, da ich es geschafft habe, mich mit dir zu treffen und diesen wunderschönen Akorda-Palast zu besuchen."
Auch Novak Djokovic, noch Nummer eins der Welt, wandte sich an Nazarbayev und sagte: "Danke, Herr Präsident, dass Sie das Tennis in Kasachstan unterstützen. Wir freuen uns sehr, zur Entwicklung und Förderung des Tennis in Ihrem Land beizutragen."
Kasachstan vom Autoritarismus geprägt
Das politische System Kasachstans ist vom Autoritarismus geprägt und für sein eigenes Demokratieverständnis bekannt. Nursultan Nazarbayev war seit 1990 Präsident von Kasachstan und trat 2019 nach fast 30 Jahren autoritärer Herrschaft überraschend zurück.
Kasim-Yomart Tokajew, das derzeitige Staatsoberhaupt, sorgte nach dem Rücktritt dafür, dass die Hauptstadt nach seinem Vorgänger umbenannt wird. So wurde Astana in "Nursultan" umbenannt. Es gibt auch bereits mehrere Museen in Kasachstan zu Ehren des ehemaligen Präsidenten.
Direktor des Wiener Turniers wütend
Doch das war nicht der einzige Kritikpunkt an den Tennisprofis. Edwin Weindorfer, Leiter des Wiener ATP-Turniers, war Anfang des Monats über die Einstellung der beiden Spieler verärgert: "Nach den Regeln der ATP und seines Chefs Chris Kermode kann es während der Teilnahme an ATP-Turnieren keine Schaukämpfe geben. Das müssen wir respektieren."
Djokovic und Nadal holten sich zwar die vorherige Genehmigung des ATP-Chefs, Chris Kermode. Doch Weindorfer erklärte, dass doch in der Nebensaison am Ende des Jahres jeder spielen könne, wo er möchte.
Auch der ehemalige österreichische Tennisprofi Thomas Muster kritisierte die Tennis-Stars und meinte die beiden spielen "wo und wann sie wollen".
Das Ergebnis des Schaukampfes zwischen Novak Djokovic und Rafael Nadal in Nur-Sultan, der Hauptstadt von Kasachstan, war von vornherein nur Nebensache. Am Ende konnte sich der Spanier in drei Sätzen mit 6:3, 3:6, 11:9 durchsetzen.
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