Es war Angelique Kerber und Alexander Zverev anzusehen, wie enttäuscht sie waren. Roger Federer und Belinda Bencic freuten sich dagegen wie kleine Kinder über ihren Sieg beim wohl letzten Hopman Cup, nicht zuletzt der entscheidende Punkt sei ja doch ein ziemlicher "Nervenkitzel" gewesen, ließ der bestens gelaunte Schweizer Maestro das jubelnde Publikum im RAC Dome von Perth wissen.
Kerber und Zverev konnte diese Begeisterung verständlicherweise nicht ganz teilen.
Tennis
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"Wir wollten wirklich gewinnen", sagte ATP-Champion Zverev, während Wimbledonsiegerin Kerber niedergeschlagen neben ihm stand:
Wir waren so nah dran.
Zwölf Monate zuvor hatten Kerber und Zverev das Finale der inoffiziellen Mixed-WM ebenfalls gegen Bencic und Federer und ebenfalls 1:2 verloren, ihre Enttäuschung über die missglückte Revanche konnte sie deshalb zunächst kaum verhehlen. Freilich fand Zverev zur Siegerehrung seinen Humor wieder. "Gratulation an Euch, schon wieder", sagte er - und hatte die Lacher damit auf seiner Seite. Es folgte eine launige Ansprache, vor allem gemünzt auf den bisweilen überragenden Federer.

Zverev sorgt für Lacher

"Wir als Spieler", sagte Zverev mit einem Augenzwinkern zu Federer, "haben eigentlich genug von Euch, aber was können wir machen?! Besonders Du, Roger, Du bist 30 und was ....? Warum, warum ... ? Lass uns doch auch mal gewinnen, nur einmal den Hopman Cup", sagte Zverev. Damit hatte er die Lacher klar auf seiner Seite, das Publikum applaudierte lautstark. Auch, als er sagte, "es gibt wahrscheinlich nicht genug Drinks auf diesem Planeten, um das hier zu vergessen."
Zverev betonte, Kerber und er würden gerne zurückkommen, um vielleicht doch noch einmal zu gewinnen, doch so, wie es im Moment aussieht, werden Steffi Graf und Michael Stich (1993) sowie Anke Huber und Boris Becker (1995) wohl die einzigen deutschen Sieger des Hopman Cups bleiben. Das Turnier wird ab der kommenden Saison wohl mit dem neuen ATP-Cup konkurrieren müssen. Es sei "schwer zu verkraften", dass dies sein letztes Match beim Hopman Cup gewesen sein könnte, sagte Zverev.
Kerber und vor allem Zverev hatten das Gute-Laune-Turnier an der australischen Westküste gleich mehrfach als die "perfekte Vorbereitung" auf die Australian Open bezeichnet. Der erste Grand Slam des Jahres beginnt am 14. Januar. Kerber spielt zuvor noch in Sydney und fährt zunächst dorthin mit "großem Selbstvertrauen", wie sie betonte. Immerhin gewann sie in Perth alle vier Einzel.

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