Sinner bekommt vor Masters in Indian Wells Rückendeckung von Legende Panatta - von wegen Krise!

Das Aus im Viertelfinale beim ATP-Turnier in Doha gegen Jakub Mensik (6:7, 6:2, 3:6) wurde Jannik Sinner vielerorts als Beweis für eine angehende Formkrise ausgelegt. Mit Adriano Panatta erhielt der italienische Weltranglistenzweite nun aber einen prominenten Fürsprecher: "Natürlich reden die Leute in Spanien über eine Krise, das hätten sie gerne." Eine Zahl bereitet dennoch Kopfschmerzen.

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Quelle: SNTV

Es ist ein Narrativ, worüber die italienische Tennis-Legende Adriano Panatta nur lachen kann.
"Jannik in einer Krise? Wer behauptet das?", fragte er in der italienischen TV-Sendung "La Domenica Sportiva" und stichelte in Richtung der spanischen Medienlandschaft, in welcher der Sinner-Rivale Carlos Alcaraz verständlicherweise ein hohes Ansehen genießt. "Natürlich reden die Leute in Spanien über eine Krise, das hätten sie gerne. Aber das hat nichts mit einer Krise zu tun."
Während Sinner in Doha frühzeitig an Jakub Mensik scheiterte, stürmte Alcaraz zum Titel und baute seinen Vorsprung in der Weltrangliste weiter aus.
"Im Sport kann man Fehler machen. Selbst Jannik ist nicht immun dagegen", so Panatta. "Er gewinnt so viel und muss auch manchmal verlieren. Das ist völlig normal."

Sinner und eine unheimliche Konstanz

Um der Aussage des French-Open-Siegers von 1976 eine statistische Perspektive zu geben: Vor eineinhalb Jahren ist Sinner zuletzt bei zwei aufeinanderfolgenden Turnieren als Verlierer vom Platz gegangen.
Damals scheiterte der 24-jährige Südtiroler in Wimbledon und Montreal jeweils im Viertelfinale, zu Beginn der Saison 2026 zog er zunächst im Halbfinale der Australian Open gegen Novak Djokovic den Kürzeren (6:3, 3:6, 6:4, 4:6, 4:6) und nun gegen Mensik.
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Jakub Mensik hat Jannik Sinner im Viertelfinale von Doha ausgeschaltet

Fotocredit: Getty Images

In jenem Zeitraum lag ansonsten stets mindestens ein Titel zwischen zwei Pleiten, in den Jahren 2024 und 2025 verlor er jeweils nur sechs Mal. Es ist Kritik auf allerhöchstem Niveau - und das nach Niederlagen, die keineswegs aus heiterem Himmel geschehen sind.
"Jannik verlor zwei Spiele: eines gegen Novak Djokovic, eine Legende des Sports. Und eines gegen einen 20-Jährigen, der auf Platz 16 der Weltrangliste steht", hob Panatta hervor. "Woher kommt also diese Kritik? Von selbsternannten Trainern, die zu viel reden und nicht wissen, wovon sie sprechen."

Sinner: Eine Zahl bereitet trotzdem Sorgen

Nichtsdestotrotz sorgt eine bestimmte Statistik für Erstaunen.
So hat Sinner in diesem Jahr nur 32 seiner 91 Breakchancen verwandelt, in den vergangenen fünf Partien waren es sogar nur zwölf von 51 Chancen - also knapp 23 Prozent.
Wir erinnern uns: Im Australian-Open-Halbfinale gegen Djokovic lag der Italiener im Großteil der Statistiken vorne, egal ob bei Assen, Punkten bei erstem und zweitem Aufschlag oder auch der Gesamtanzahl an Punkten.
Nur im entscheidenden Moment hatte er eine Blockade. Satte 16 von 18 Breakbällen vergab der Titelfavorit - das reicht selbst für einen hochtalentierten Star wie Sinner nicht.
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Eine ungewöhnliche Statistik von Jannik Sinner sorgt für Staunen

Fotocredit: Getty Images

Sinner vs. Alcaraz: Alle Augen auf Indian Wells

"Wir sind gelassen, das ist alles kein Desaster", ordnete dieser seine Situation im Interview mit "Sky Sport Italia" selbst ein. "Wir arbeiten daran, so viele Spiele zu gewinnen möglich. Das sind eben Momente, die man auf diesem Weg erlebt."
Zwischen 4. und 15. März wartet mit dem Masters-Turnier in Indian Wells das nächste Highlight im Kalender. Auf Hartplatz zählt Sinner naturgemäß zu den Topfavoriten, in den Jahren 2023 und 2024 stand er in Kalifornien jeweils im Halbfinale.
"Dort will ich in meinen Rhythmus zurückfinden", ließ er die Stimmen bezüglich einer Krise an sich abprallen. "Es ist nichts Schwerwiegendes passiert. Wir bauen einfach wieder etwas Selbstbewusstsein auf. Ich bleibe ganz ruhig und bin von unserer Arbeit überzeugt. Sie wird sich bezahlt machen."
Die Zahlen mögen aus seiner Sicht alles andere als beunruhigend sein. Bei künftigen Breakbällen für Sinner dürfte trotzdem sehr genau hingeschaut werden.
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Quelle: SNTV


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