Jenson Brooksby reagiert auf Dopingsperre und greift ITIA an: "Die Gesundheit der Spieler ist ihnen egal"

Jenson Brooksby hat mit großem Unverständnis auf die ihm auferlegte Dopingsperre reagiert. Dabei wehrt sich der US-Amerikaner gegen die Anschuldigungen der International Tennis Integrity Agency (ITIA) und wirft den Verantwortlichen vor, nicht richtig vorgegangen zu sein. Auf Instagram schilderte der Youngster den Ablauf der verpassten Dopingkontrolle detailliert - und sparte nicht mit Kritik.

Jenson Brooksby

Fotocredit: Getty Images

"Ich bin sehr enttäuscht, dass ich nun für 18 Monate gesperrt wurde, nur weil ich drei Dopingtests verpasst habe. Ich habe nie eine verbotene Substanz in meinem Leben genommen und ich war immer offen und ehrlich im Umgang mit der ITIA", eröffnete Brooksby sein Statement auf Instagram.
Dem 22-Jährigen wird vorgeworfen, gegen die Meldeauflagen (whereabouts) verstoßen zu haben.
In Folge dessen wurde der US-Amerikaner für 18 Monate gesperrt. Bis 2025 darf die aktuelle Nummer 301 der Weltrangliste an keinem Turnier mehr teilnehmen.
"Ich akzeptiere, dass die ersten beiden Verstöße mein Fehler waren, aber ich behaupte weiterhin, dass der verpasste Test am 4. Juni nicht mit einbezogen werden sollte", schrieb der US-Amerikaner in seinem Post.

Brooksby gibt Hotel und ITIA die Schuld

Brooskby sieht den Fehler der verpassten Dopingkontrolle nicht bei sich, sondern beim Hotelpersonal sowie bei den Verantwortlichen der ITIA.
Laut Aussage des US-Amerikaners habe er sich am genannten 4. Juni 2022 im geforderten Zeitraum auf seinem Hotelzimmer befunden und stand die komplette Stunde für die Kontrolle zur Verfügung.
Jedoch sei zunächst das Hotelzimmer auf den Namen des Physiotherapeuten gemeldet worden, da die ATP ihm noch kein Zimmer gestellt hatte. Als Brooksby dies aufgefallen sei, habe er sofort an der Rezeption um die Ummeldung des Zimmers auf seinen Namen gebeten und seinen Reisepass hinterlegt.

Brooksby verpasst Anruf auf Handy

Auf Nachfrage der Dopingkontrolleure verneinte das Hotelpersonal jedoch, dass der Spieler bereits eingecheckt habe, sodass die Kontrolleure den Aufenthaltsort des US-Amerikaners nicht ermitteln konnten. Nach Darstellung von Brooksby habe das Personal den Kontrolleuren aber auch einen Bildschirm gezeigt, auf dem die Hotelzimmer-Buchung bereits ersichtlich gewesen sein soll.
Den Anruf der ITIA-Verantwortlichen vier Minuten vor Ablauf der Stunde auf Brooksbys Handy verpasste der Tennisspieler indes, da das Gerät stummgeschalten gewesen sei, wie der 22-Jährige in seinem Statement erläuterte. Allerdings habe jederzeit die Möglichkeit bestanden, ihn auf seinem Zimmer-Telefon anzurufen - was nicht geschehen sei.
Ebenso großes Unverständnis zeigte Brooksby über die Vorgehensweise des International Doping Tests & Managements (IDTM). In einem weiteren Instagram-Posting griff er die Institution scharf an.

Brooksby: "Gesundheit der Spieler ist ihnen egal"

Bereits einige Stunden nach seiner Sperre sei er von der IDTM erneut getestet worden, für den US-Amerikaner eine Unverschämtheit.
"Wer auch immer diese Entscheidung getroffen hat, die mentale Gesundheit der Spieler ist ihnen egal", ließ der 22-Jährige seinem Ärger freien Lauf.
Trotz der Sperre zeigte sich Brooksby auch forsch. Unter seinem Post kommentierte der US-Amerikaner: "Ich werde weiter kämpfen". Zudem will er Berufung gegen das Urteil der ITIA einlegen.
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Quelle: Eurosport

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