Mischa Zverev erklärt: So kam es bei Alexander Zverev zum Missverständnis in Madrid

Mischa Zverev hat im Eurosport-Podcast Das Gelbe vom Ball erklärt, wie es zur viel beachteten Aussage seines Bruders Alexander Zverev nach dem Masters-Titel in Madrid kam und ihn in Schutz genommen. Alex Zverev hatte sich auf der Pressekonferenz nach dem Finale gewundert, warum ihm keine Frage auf Deutsch gestellt wurde: "Wie Sie sehen, interessiert es die Deutschen wirklich nicht."

Alexander Zverev 2021 in Madrid

Fotocredit: Getty Images

Alexander Zverev hatte äußerst perplex darauf reagiert, dass ihm nach seinem insgesamt vierten Masters-Titel, immerhin der nächsthöchsten Kategorie nach einem Grand Slam, wie bei Tennis-Pressekonferenzen am Ende üblich keine Fragen mehr von Journalisten in seiner Landessprache gestellt wurden.
"Keine einzige? Ich habe gerade ein Masters gewonnen und es gibt keine einzige deutsche Frage?", sagte er irritiert, nachdem ihn zuvor ein Journalist aus Italien noch scherzhaft die italienische Staatsbürgerschaft angeboten hatte, falls sich die Deutschen zu wenig für ihn interessieren würden.
"Oh mein Gott", meinte Zverev sarkastisch. "Wie Sie sehen, interessiert es die Deutschen wirklich nicht", kommentierte er sichtlich angesäuert, stand auf, nahm seinen Pokal und beendete so die PK.
Im Eurosport-Podcast Das Gelbe vom Ball erklärte nun sein Bruder Mischa Zverev, der den 24-Jährigen auch berät, die Situation. "Da ist einfach viel zusammengekommen", sagte der 33-Jährige im Gespräch mit Eurosport-Kommentator Matthias Stach und Tennis-Legende Boris Becker.

Alexander Zverev reagiert geschockt

"Die ATP hatte die Startzeit der Pressekonferenz nicht genau kommuniziert. Ein paar Journalisten haben gewartet, bis um Viertel vor elf der letzte gesagt hat: 'Wie lange soll ich noch warten?' Da waren einige Deadlines schon überschritten. Viele haben auch die On-Court-Zitate von Sascha schon übernommen. Dann ist es eben so passiert", so der ältere der Zverev-Brüder.
Mischa Zverev meinte aber auch: "Ich wäre auch geschockt gewesen. Das wäre wohl jedem so gegangen. Man möchte so viel erzählen, ein paar Scherze machen - und dann kommt nichts."
Die Gemütslage seines Bruders habe dabei "zwischen dem charmanten Angebot 'Komm doch nach Italien, wir wollen dich, wir umarmen dich' zu 'Keine Fragen aus Deutschland?'" oszilliert.
"Da war er ein bisschen geschockt. Aber er wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, wie das abgelaufen war", erklärte Mischa Zverev.

Mischa Zverev stellt klar: "Gab schon viel Interesse"

Zudem hatte sich Alex Zverev zuvor im Interview mit dem übertragenden Sender "Sky" auch etwas verschlossen gegeben. "Ich will hier jetzt nicht das ganze Match nacherzählen, ich bin einfach froh, dass ich das Turnier gewonnen habe", sagte er nach wenigen Fragen.
Der Zugang zu ATP-Pressekonferenzen ist normalerweise nur vor Ort akkreditierten Journalisten gestattet. In Corona-Zeiten finden die Pressekonferenzen virtuell statt, sind aber nur wenigen Redaktionen weltweit vorbehalten.
"Er war ein bisschen irritiert", meinte der ältere der Zverev-Brüder nun im Eurosport-Podcast: "Aber ich habe ihm das erklärt und auch ein paar E-Mails von Journalisten weitergeleitet, die Interviews mit ihm führen wollten. Es gab schon viel Interesse (aus Deutschland, Anm. d. Red.), da war er auch schnell wieder beruhigt. Das war einfach ein unglücklicher Moment."

Das Gelbe vom Ball - der Tennis-Podcast von Eurosport:

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Quelle: SNTV

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