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Kerber kämpft sich ins Finale
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Publiziert 07/04/2013 um 09:39 GMT+2 Uhr
Die Frage nach dem allgemeinen Befinden war schnell beantwortet. "Alles ist gut", sagte Kerber und strahlte in die Runde. Deutschlands beste Tennisspielerin hatte allen Grund zur Freude, immerhin erreichte sie mit dem 6:4, 2:6, 6:2 gegen die Russin Maria Kirilenko zum ersten Mal in diesem Jahr ein Finale auf der WTA Tour. Und gratulierte anschließend dem FC Bayern München zur Meisterschaft.
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Gegnerin im Endspiel von Monterrey/Mexiko war Anastasia Pawljutschenkowa. Mit der 21-Jährigen aus Moskau hatte Kerber seit Januar eine Rechnung offen, denn beim Saisonstart 2013 in Brisbane hatte sie im Viertelfinale gegen die Nummer 26 der Welt verloren. Wie immer, so wollte Kerber auch im Finale von Monterrey ihr "Bestes geben und Spaß haben" - Tennisprofis benutzen diese Floskel gerne und häufig. Außerdem hoffte Kerber noch, dass "viele Leute kommen, um uns beide zu unterstützen".
Bundestrainerin mit viel Lob
Bundestrainerin Barbara Rittner war voll des Lobes über ihre Nummer eins. "Sehr gut, das gibt Selbstvertrauen für den Fed Cup gegen Serbien", sagte Rittner: "Kirilenko zu schlagen, ist echt stark, das ist eine Topspielerin. Für Angie ist das ganz wichtig."
Kerbers Heimtrainer Benjamin Ebrahimzadeh wollte den Durchmarsch der Kielerin im fernen Mexiko dagegen "nicht so hoch hängen". Auf ihrem Weg ins Finale hatte die 24-jährige Linkshänderin die Amerikanerin Sam Crawford (6:3, 6:3), die Russin Alla Kudrjawtsewa (6:4, 4:6, 6:2), die Japanerin Ayumi Morita (6:2, 6:1) und Kirilenko besiegt - Gegnerinnen, die sie laut Ebrahimzadeh "als Nummer fünf oder sechs der Welt auch schlagen muss. Das ist ihr Level, diesen Anspruch muss sie haben, und den hat sie auch."
Ebrahimzadeh betreut Angie Kerber, wenn sie daheim in Deutschland in der Tennis-University von Alexander Waske und Rainer Schüttler auf der Offenbacher Rosenhöhe trainiert. Ist Kerber auf Tour, hat Ebrahimzadeh "hin und wieder mal Mail-Kontakt mit ihr, aber da ist Torben (Beltz, d. Red.) zuständig, und der macht einen guten Job, wie man sieht", sagte er im Gespräch mit dem SID.
Nicht sehr zufrieden
Nach dem Halbfinale gegen Kirilenko werden Kerber und Beltz noch ein bisschen am Aufschlag gearbeitet haben, denn mit dem war die Weltranglistensechste nicht so recht zufrieden. "Ich habe gut angefangen, aber im zweiten Satz ist Maria deutlich besser geworden, und ich hatte ein paar Probleme mit meinem Service", sagte sie.
Von Mexiko aus geht die Reise von Angelique Kerber zurück in die Heimat, dort stehen nach ein paar Tagen Pause der Fed Cup gegen Serbien in Stuttgart und das anschließende WTA-Turnier an gleicher Stelle auf ihrem Programm. Dann wird sie wohl auch wieder ein paar Tage nach Offenbach kommen, denn schließlich werfen bereits die French Open in Paris ihre Schatten voraus. "Bei den Grand-Slam-Turnieren muss sie in die zweite Woche kommen, da gehört sie auf jeden Fall hin", sagt Ebrahimzadeh, "und dann muss man es von Runde zu Runde nehmen".
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