FC Barcelona - Üble Twitter-Attacke auf Rafael Nadal: Barça-Funktionär Alfons Godall tritt zurück

In einem bizarren Tweet bezeichnete ein Barcelona-Funktionär Alfons Godall Rafael Nadal nach seinem Australian Open-Sieg als "Staatsfeind". Der 59-Jährige bekam dafür einen Shitstorm von Fans, Sponsoren und Investoren ab - und zog jetzt die Reißleine. In seiner Rücktrittserklärung ist jedoch keine Spur von Reue zu erkennen. Präsident Joan Laporta gratulierte Nadal nachträglich.

Rafael Nadal gewann die Australian Open

Fotocredit: Getty Images

Es war der historische 21. Grand-Slam-Titel von Rafael Nadal, der weltweit mit Erstaunen und Bewunderung wahrgenommen wirdwurde.
Wohl nicht überall: Bei Alfons Godall, Vizepräsident der FC-Barcelona-Foundation, hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Stattdessen ließ der 59-Jährige einen Hass-Tweet los, der über das Ziel jeglicher Kritik deutlich hinausschoss:
"Rafael Navidad (spanisch für Weihnachten, Anm. d. Red.) habe ich vom ersten Tag an nicht gemocht. Ich werfe ihn in dieselbe Gruppe wie La Roja, Real Madrid, Fernando Alonso und alle anderen Staatsfeinden." In nur zwei Sätzen schlägt der Funktionär wild um sich und bezeichnet nicht nur Nadal, sondern auch die spanische Nationalmannschaft, Real Madrid und Fernando Alonso als "Staatsfeind".
Die Folge: Ein Shitstorm der größeren Art. Sofort wehren sich Investoren, Sponsoren und auch Fans gegen Godall.

Godall tritt ohne Entschuldigung zurück

Mittlerweile ist er zurückgetreten. In seiner Erklärung zeigt er wenig Reue und entschuldigt sich nicht bei den Erwähnten. Stattdessen wolle er den Schaden vom FC Barcelona abwehren:
"Der Tweet mit meiner Meinung zu einer berühmten Person kann der Barça-Stiftung aufgrund des Druckes von einigen Unternehmen und den Medien schaden. Ich möchte den FC Barcelona keinen Schaden kosten oder gar meine Meinungsfreiheit aufgeben. Deshalb ziehe ich mich von meinem Posten zurück. Danke."
Barcelona-Präsident Joan Laporta kann die Entscheidung nachvollziehen: "Er hat gemerkt, dass er der Barça-Foundation nicht schaden will. Auch, weil es Beschwerden von Unternehmen, Investoren und Sponsoren gegeben hat auf seinen Tweet. Deshalb hat er sich entschieden, freiwillig zurückzutreten. Die Entscheidung haben wir respektiert."
Nadal ist bekennender Fan von Real Madrid. Der Präsident der Katalanen gratulierte dem Spanier noch nachträglich zum Rekord-Titel und schob nach: "Leider gehört er nicht zu Barça. Aber wir vergeben ihm, weil er uns mit seinem Tennis Freude bereitet."
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Quelle: Perform

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