Eurosport
Nick Kyrgios freut sich über möglichen Investoreneinstieg Saudi-Arabiens: "Nehmt mich unter Vertrag"
Von
Publiziert 27/06/2023 um 09:09 GMT+2 Uhr
Saudi-Arabiens Bestreben, im Sport eine immer größere Rolle zu spielen, hat nun auch den Tennissport erreicht. Die ATP Tour gab bekannt, Gespräche mit dem Staatsfonds des Königreichs geführt zu haben. Demnach will der Public Investment Fund (PIF) die NextGen-Finals nach Dschidda holen und so groß auf der Tennisbühne glänzen. Nick Kyrgios freut sich über einen möglichen Einstieg des Wüstenstaates.
Nick Kyrgios
Fotocredit: Getty Images
"Endlich. Sie sehen den Wert. Wir werden das bezahlt bekommen, was wir verdient haben. Nehmt mich unter Vertrag", postete der Australier auf seinem Twitter-Account und verlinkte einen Beitrag, in dem über den möglichen Einstieg des PIF berichtet wurde.
Der Vorsitzende der ATP, Andrea Gaudenzi, hatte vor Kurzem gesagt, "positive" Gespräche mit dem PIF über Investitionen in den Tennissport zu führen. Dazu berichtetet die "Mail Sport", dass das NextGen-Finale im Tennis, der Wettbewerb für die acht besten U21-Spieler der Welt am Ende des Jahres, wahrscheinlich nach Dschidda verlegt werden soll.
Anderen Sportarten hat der saudische Staatsfonds bereits seinen Stempel aufgedrückt und mächtig investiert.
Im Golfsport wurde mit der LIV-Tour eine Konkurrenz-Serie zur PGA-Tour gegründet, im englischen Fußball der Premier-League-Klub Newcastle United übernommen und Fußballstars wie Cristiano Ronaldo und Karim Benzema mit aberwitzigen Angeboten in die eigene Liga gelockt.
Dazu gibt es Berichte über ein 16-Milliarden-Pfund-Angebot für den Kauf der Rechte an der Formel 1.
Gaudenzi: "Das ist kein Videospiel"
Gaudenzi will bei einem Einstieg Saudi-Arabiens in den Tennissport trotzdem die Werte des Tennis bewahren. Investoren müssten "die Geschichte des Sports und des Produkts respektieren und mit den derzeitigen Interessenvertretern zusammenarbeiten, anstatt gegen sie zu arbeiten", sagte der ATP-Vorsitzende der "Financial Times".
"Man muss etwas bewahren, das fast heilig ist, nämlich die Spielregeln", fügte der Italiener hinzu und konnte sich eine Spitze in Richtung des Golfsports nicht verkneifen: "Das ist kein Videospiel. Wenn sie ein Golf-Fan sind, wollen sie die besten Spieler gegeneinander antreten sehen. Sie wollen eine Rangliste und eine einfache Geschichte."
Diriyah-Cup als Vorreiter
Erste Berührungspunkte zwischen dem Tennissport und Saudi-Arabien gab es bereits im vergangenen Jahr. Im Dezember trafen sich einige der weltbesten Spieler im Wüstenstaat beim Diriyah Tennis Cup zu einem Exhibition-Turnier. Mit dabei war unter anderem auch die deutsche Nummer eins Alexander Zverev - und Kyrgios.
Auf lange Sicht könnte der größte Schritt darin bestehen, die ATP Finals nach Saudi-Arabien zu verlegen, denn die vier Grand-Slams werden nicht von der ATP-Tour und Gaudenzi kontrolliert und spielen bei möglichen Verhandlungen keine Rolle.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Wimbledon im Visier: Otte und Marterer überstehen erste Quali-Hürde
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/02/03/3542738-72201933-2560-1440.jpg)
Kyrgios nach Gerichtstermin: Fokus auf Reha und Comeback
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung