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Nick Kyrgios und Boris Becker liefern sich auf "X" Schlagabtausch über Generationenvergleich im Tennis
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Publiziert 14/12/2023 um 10:52 GMT+1 Uhr
Nick Kyrgios hat mit einer kontroversen Aussage wieder einmal für Schlagzeilen gesorgt. Bei "The Athletic" hatte der Australier erklärt, dass die heutigen Spieler den Profis von vor 30 oder 40 Jahren überlegen seien. Boris Becker konterte diese These prompt auf "X": "Nick macht in letzter Zeit eine Menge Lärm um Tennis!?! Warum spricht er über einen Sport, den er anscheinend hasst ..."
Boris Becker (l.) und Nick Kyrgios sind nicht einer Meinung
Fotocredit: Getty Images
Kyrgios selbst habe "noch nie ein Major-Turnier als Spieler oder Trainer gewonnen (ja, im Doppel einmal), woher kommt also die Glaubwürdigkeit?", fragte sich der sechsmalige Grand-Slam-Sieger.
Daraufhin wurde Kyrgios persönlich. "Soweit ich weiß, warst du derjenige, der Vermögenswerte versteckt hat, oder?", schrieb der derzeit verletzte frühere Weltranglisten-13. in Anspielung auf Beckers verbüßte Haftstrafe.
Den Versuch, Generationen zu vergleichen, empfand Becker insgesamt als schwierig: "Laver gegen Federer, Borg gegen Nadal, Sampras gegen Djokovic? Ich werde nicht einmal McEnroe, Conners, Lendl, Agassi, Courier, Edberg, Wilander, Kuerten, Bruguera, Rafter, Hewitt und viele mehr erwähnen. Sprich mit deinen OnlyFans über viele Dinge außer Tennis."
Kyrgios hatte zuvor im Interview mit "The Athletic" behauptet: "Damals war das Spiel so langsam. Ich habe Boris Becker beobachtet und ich sage nicht, dass sie zu ihrer Zeit nicht gut waren, aber zu behaupten, dass sie heute genauso gut wären, ist absurd."
Vor allem die im Schnitt deutlich schnelleren Aufschläge nannte der 28-Jährige als Beleg für seine Theorie. Wenn man heutzutage weniger als 220 km/h aufschlage, "frisst einen Djokovic auf. Er frisst dich bei lebendigem Leib", so Kyrgios: "Das ist ein ganz anderes Spiel." Er sage aber nicht, "dass sie nicht ihren Weg gefunden hätten". Dass sich mittlerweile aber auch das Material deutlich verbessert hat, ließ Kygrios unerwähnt.
Boris Becker wünscht Nick Kyrgios erfolgreiches Comeback
Beckers Reaktion auf "X" kommentierte der Australier ebenfalls. "Ich habe Federer, Nadal, Djokovic und Murray besiegt, also habe ich das Gefühl, dass ich ein wenig Glaubwürdigkeit habe. Man muss kein Raketenwissenschaftler sein, um zu sehen, dass Novak in deinen besten Zeiten den Boden mit dir aufwischen würde. Das ist kein Angriff. Es sind nur Fakten."
Er selbst werde "in 20 bis 30 Jahren nicht hier sitzen und behaupten, dass ich mit den Neuen mithalten und mich mit ihnen vergleichen kann. Es ist definitiv eine Ego-Sache."
Becker zeigte am Ende Größe und wünschte Kyrgios, der seit einem Jahr von Verletzungen geplagt ist, eine "schnelle und vollständige Genesung". Weiter meinte der 56-Jährige: "Ich kann es kaum erwarten, ihn wieder auf einem Tennisplatz zu sehen. Er ist ein aufregender Spieler, wenn er fit ist. Er hat einen Grand Slam in der Tasche, aber man muss es auf dem Platz beweisen. Viel Glück!"
Zuletzt hatte Kyrgios aber erneut seine Teilnahme an den Australian Open (ab 14. Januar live bei Eurosport und auf discovery+) absagen müssen.
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Quelle: Eurosport
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