Tennis-Star Novak Djokovic spricht über die Konkurrenzsituation mit Nadal und Federer: "Wie ein ungewolltes Kind"
Publiziert 14/06/2025 um 20:03 GMT+2 Uhr
Zwar ist Novak Djokovic inzwischen der erfolgreichste Tennis-Profi der Geschichte, doch in Sachen Beliebtheit bei den Fans konnte er nie mit Roger Federer und Rafael Nadal mithalten. Wie der 38-Jährige darunter lang litt und wie sich seine Beziehung zu den beiden Ex-Profis mit der Zeit veränderte, verriet Djokovic kürzlich in einem Youtube-Interview mit dem früheren Fußballer Slaven Bilic.
Djokovic, Nadal, Federer
Fotocredit: Getty Images
Mit 24 Grand-Slam-Siegen hat sich Novak Djokovic im Laufe seiner Karriere nach ganz oben gespielt: Kein anderer Tennisprofi war je erfolgreicher als der Serbe.
Beim Publikum kam der 38-Jährige allerdings nie so gut an wie seine Kollegen Roger Federer und Rafael Nadal, die mit ihm lange im Gleichschritt auf der Erfolgsspur unterwegs waren, letztlich aber abgehängt wurden.
Dennoch nagte die fehlende Zuneigung der Fans lange an Djokovic. Das erzählte er nun erstmals ausführlich im serbischen Youtube-Format "Neuspjeh Prvaka" (zu Deutsch: "Scheitern der Champions") mit dem kroatischen Fußballtrainer Slaven Bilic.
Das Gespräch wurde schon vor rund zwei Wochen bei Youtube veröffentlicht.
"Habe versucht, von den Leuten gemocht zu werden"
In dem Interview gab Djokovic zu, um die Anerkennung bei den Fans gekämpft zu haben. "Es stimmt, ich habe versucht, ein bisschen von den Leuten gemocht zu werden. Dann habe ich realisiert, dass es nichts bringt, mich zu verstellen, weil das nicht ich war", sagte er.
Diese Situation habe ihn damals sehr belastet, "weil ich mich wie ein ungewolltes Kind fühlte." Er habe sich ständig gedacht: "Warum passiert das? Was habe ich getan? Es tat mir so weh."
Erst mit der Zeit sei ihm klar geworden, "dass ein Teil der Tennis- und Sportöffentlichkeit mich aufgrund meiner Einstellung, meines Verhaltens und was auch immer niemals akzeptieren oder lieben würde."
Inzwischen habe der Serbe das akzeptiert und seinen Frieden mit der Öffentlichkeit geschlossen. "Ich bin, wer ich bin und ich schlafe friedlich."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/05/28/image-b8f68d5d-1e52-4365-b222-c15fdb1626d1.jpeg)
Rafael Nadal und Novak Djokovic bei den French Open 2025
Fotocredit: Getty Images
Besseres Verhältnis zu Nadal als zu Federer
Nicht nur das Verhältnis zur Öffentlichkeit sei inzwischen entspannter, auch die angespannte Beziehung zu Nadal und Federer sei inzwischen wesentlich entspannter.
Immer schon habe er Nadal und Federer bewundert: "Ich habe sowohl ihn als auch Federer immer respektiert, ich habe nie ein einziges böses Wort gesagt über sie und werde es auch nie tun. Ich habe zu ihnen aufgeschaut und tue das immer noch. Mit Nadal habe ich mich aber immer besser verstanden."
Inzwischen haben Nadal und Federer ihre Karriere beendet. Wie lange Djokovic noch Tennis spielen wird, hat er zuletzt offengelassen.
Das könnte Dich auch interessieren: Sieg im Tiebreak-Krimi: Zverev greift nach erstem Rasentitel
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/06/14/image-eaad5fec-1993-44dc-a952-4d764299a502-85-2560-1440.png)
Highlights: Zverev schlägt Shelton und erreicht Endspiel
Quelle: SNTV
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung