Novak Djokovic packt über seine Rivalen Rafael Nadal, Roger Federer und Carlos Alcaraz aus - "Es hat mich so angepisst"

Novak Djokovic hat in der US-Sendung "60 Minutes" ein sehr intimes Interview gegeben. Darin erzählt er von seinem komplizierten Verhältnis zu seinen langjährigen Kontrahenten Rafael Nadal und Roger Federer. Nadals Verhalten in der Umkleidekabine vor dem Spiel habe ihn "angepisst". Die Wimbledon-Niederlage dieses Jahr gegen Carlos Alcaraz hat den Serben ähnlich wütend gemacht.

Rafael Nadal (l.) und Novak Djokovic

Fotocredit: Getty Images

Im Gespräch mit Jon Wertheim vom viel beachteten Interview-Format des US-Senders "CBS" offenbarte Djokovic, er würde sich eine zukünftige Freundschaft mit Nadal und Federer "wirklich wünschen".
Dies sei zu den Zeiten der gegenseitigen Rivalität - die mit Federer ist nach dessen Rücktritt abgeschlossen, die mit Nadal könnte nach dessen nahendem Comeback wieder aufflammen, - unvorstellbar gewesen. Lachend sagte Djokovic: "Es ist klar, dass wir auf dem Platz nicht so gut miteinander klargekommen sind."
Es habe ihn sehr genervt, wenn er vor Spielen in den Katakomben auf Nadal getroffen ist. "Wie Nadal immer rumspringt, bevor er auf den Platz geht ... Er macht im Umkleideraum Sprints neben dir. Ich konnte sogar die Musik hören, die auf seinen Kopfhörern lief. Das hat mich angepisst."
59-mal standen sich beide auf der ATP Tour gegenüber, Djokovic gewann 30-mal. Der Serbe hofft auf weitere Duelle mit Nadal, wenn dieser 2024 wieder fit ist. Denn: "Das ist die größte Rivalität, die dieser Sport jemals hatte. Nadal ist ein großer Kämpfer."
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Rafael Nadal (l.), Roger Federer

Fotocredit: Imago

Djokovic und die Lehren aus dem Federer-Finale 2019

Gegen Roger Federer trat Djokovic insgesamt 50-mal an und entschied 27 Duelle für sich.
An das epische Wimbledon-Finale 2019 hat Djokovic eine besondere Erinnerung: Der Serbe rang den Schweizer nach fast fünf Stunden 7:6, 1:6, 7:6, 4:6, 13:12 nieder. Der 24-malige Masters-Sieger sagt heute: "Er war statistisch gesehen in jeder Hinsicht der bessere Spieler, aber ich habe das Match gewonnen."
Daran könne man sehen, dass es im Tennis nicht nur darauf ankommt, die meisten Punkte zu machen. "Es hat gezeigt, dass du immer noch gewinnen kannst, wenn du dir die entscheidenden Momente vornimmst und dort dann dein bestes Tennis zeigst", sagte der 36-Jährige.

Wimbledon-Niederlage hat Djokovic ebenfalls "angepisst"

Weniger glücklich verlief für Djokovic das diesjährige Wimbledon-Endspiel. Die Niederlage in fünf Sätzen gegen Carlos Alcaraz habe ihn "so angepisst, dass ich danach alles auf amerikanischem Boden gewinnen musste".
Es gelang - er gewann das Masters in Cincinnati und die US Open.
Die Rivalität mit seinen jüngeren Kontrahenten, insbesondere Alcaraz, sei für ihn eine zusätzliche Motivation: "Sie wecken das Biest in mir."
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Tennis : Nadal tells us what his reaction was before his announcement to continue playing tennis

Quelle: Eurosport

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