Novak Djokovic wollte 2018 seine Karriere beenden: Verletzungen und bittere Niederlagen die Gründe
VonThomas Gaber
Publiziert 30/03/2024 um 18:17 GMT+1 Uhr
Novak Djokovic ist mit 24 Grand-Slam-Titeln der erfolgreichste Tennisprofi der Geschichte. Doch es hätte auch ganz anders laufen können. 2018 stand der Serbe kurz vor dem Karriereende. "Ich habe das schlechteste Tennis gespielt, das ich je gespielt habe. Ich fühlte mich elend auf dem Platz und dachte: Das ist der richtige Moment, aufzuhören", sagte Djokovic auf einer Veranstaltung in Los Angeles.
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Quelle: SNTV
Eine Ellbogenverletzung zwang Djokovic zum vorzeitigen Ende der Saison 2017. Damals wehrte sich der Serbe gegen eine Operation. "Ich wollte das um jeden Preis vermeiden", sagte Djokovic auf dem "Upfront Summit 2024" in Los Angeles.
Im Januar 2018 habe er sich dann aber doch "weichkochen lassen". "Ich war immer gegen Tabletten und Schmerzmittel, aber irgendwann ging es nicht mehr. Die Schmerzen wurden zu groß", erinnert sich Djokovic.
Nach der Operation sei er leistungsmäßig in ein tiefes Loch gefallen. Die ersten beiden Matches nach seiner Rückkehr verlor Djokovic in Indian Wells und Miami gegen Taro Daniel bzw. Benoit Paire.
"Ich habe gegen Spieler verloren, gegen die ich zuvor noch nie verloren hatte. Ich spielte verdammt schlechtes Tennis und war bereit aufzuhören", sagte der 36-Jährige.
Aufwind in der Sandplatzsaison
Infolgedessen trommelte Djokovic sein Team zusammen. "Ich habe ihnen gesagt, dass ich anfange, mich vom Profitennis zu distanzieren und dass es Zeit für das nächste Kapitel ist", verriet er.
Doch am Ende setzte sich der Wille durch, noch einmal voll anzugreifen. "Ich war körperlich nicht gut drauf und mental müde. Aber ich habe mich durchgebissen und mit der Hilfe meines Teams schnell die Kurve bekommen", so Djokovic.
Nach einer schlechten Hartplatzsaison fand er auf Sand zu alter Form zurück. Bei den Italian Open in Rom erreichte Djokovic das Halbfinale, bei den French Open kam er unter die letzten Acht - genug, um wieder an sich zu glauben. Der Rest ist Geschichte.
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Quelle: Eurosport
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