Russische Sportler künftig wieder bei Olympia? Ukrainischer Tennisstar Elina Svitolina bezieht Stellung

Das Nationale Olympische Komitee Russlands hat am Montag die Aufhebung aller Sanktionen für seine Athleten im Hinblick auf die Sommerspiele 2024 gefordert. Wegen des andauernden Angriffskrieges auf die Ukraine sind aktuell Russland und Belarus von den meisten internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen. Die ukrainische Tennisspielerin Elina Svitolina nahm bei Instagram zu jener Thematik Stellung.

Elina Svitolina

Fotocredit: Getty Images

Die 28-Jährige postete am Dienstag auf ihrem Instagram-Kanal ein Foto, auf dem sie mit ihrer Olympia-Bronzemedaille von den Sommerspielen 2021 in Tokio abgebildet ist und schrieb dazu ein emotionales Statement, in dem sie forderte, die bestehenden Sanktionen gegen russische und belarussische Sportler aufrecht zu erhalten.
"Die Olympischen Spiele sind der größte Traum und das größte Privileg für Sportler. Sie sind die größte Plattform für Inklusion und Vielfalt im Sport und ziehen die Aufmerksamkeit der Welt auf sich", eröffnete Svitolina ihre Botschaft und schlussfolgerte daher:
"In diesem Sinne müssen wir daran festhalten, russische und belarussische Athleten auszuschließen, um damit weltweit eine starke Botschaft zu senden, dass wir uns in den gegen Russland und Belarus verhängten Sanktionen einig sind und dass es Konsequenzen für die abscheulichen Handlungen ihrer Regierungen gibt."
Die Ukrainerin ist weiter der Meinung, dass "das Leben der betroffenen Athleten nicht wie gewohnt weitergehen und weder die Welt noch das russische oder belarussische Volk die Gräueltaten", die die jeweiligen Regierungen in ihrem Heimatland begingen, "ignorieren" könne.

IOC plant Rückkehr von russischen und belarussischen Sportlern

Aufgrund des seit Februar 2022 geführten Angriffskrieges gegen die Ukraine sind gegenwärtig russische sowie belarussische Athleten von den meisten internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen.
Das Nationale Olympische Komitee Russlands ROK hat am Montag jedoch die Aufhebung aller Sanktionen für seine Athleten im Hinblick auf die Sommerspiele 2024 in Paris gefordert.
Das IOC (Internationale Olympische Komitee) steht jenem Vorschlag offen gegenüber und plant, russischen und belarussischen Sportlern die Rückkehr in den Weltsport als "Neutrale Athleten" zu ermöglichen.

Svitolina: "Warum sollten sie eine Chance bekommen?"

Ein Vorhaben, das bei Svitolina für Unverständnis sorgt. "Volodymyr Androshchuk, einer der aufstrebenden Stars der ukrainischen Leichtathletik, wurde leider im Kampf getötet. Er wird sein Potenzial und seine Träume bei den Spielen nie verwirklichen können", erklärte die ehemalige Nummer drei der Tennis-Weltrangliste weiter und fragte daher abschließend:
"Warum also sollten russische und belarussische Athleten ihre Chance bekommen, wenn ihre Regierungen unschuldige Menschen und Athleten ihrer Chance berauben?!!"
Die Ehefrau von Gaël Monfils, die im Oktober des vergangenen Jahres ihr erstes Kind zur Welt brachte und aktuell eine Pause von der WTA-Tour einlegt, hatte sich bereits in der jüngeren Vergangenheit für scharfe Sanktionen in der Sportwelt gegen Russland und Belarus stark gemacht.
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Svitolina im Exklusiv-Interview: "Wir können mehr tun!"

Quelle: Eurosport

Die Nachricht von Svitolina im Wortlaut:

"Die Olympischen Spiele sind der größte Traum und das größte Privileg für Sportler. Sie sind die größte Plattform für Inklusion und Vielfalt im Sport und ziehen die Aufmerksamkeit der Welt auf sich. In diesem Sinne müssen wir daran festhalten, russische und belarussische Athleten auszuschließen, um damit weltweit eine starke Botschaft zu senden, dass wir uns in den gegen Russland und Belarus verhängten Sanktionen einig sind und dass es Konsequenzen für die abscheulichen Handlungen ihrer Regierungen gibt; ihr Leben kann nicht wie gewohnt weitergehen und weder die Welt noch das russische oder belarussische Volk kann die Gräueltaten, die sie in der Ukraine begehen, ignorieren. Volodymyr Androshchuk, einer der aufstrebenden Stars der ukrainischen Leichtathletik, wurde leider im Kampf getötet. Er wird sein Potenzial und seine Träume bei den Spielen nie verwirklichen können. Warum also sollten russische und belarussische Athleten ihre Chance bekommen, wenn ihre Regierungen unschuldige Menschen und Athleten ihrer Chance berauben?!!"
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