Simona Halep kritisiert den Umgang mit Jannik Sinner - "Ganz klar, dass in meinem Fall anders geurteilt wurde"

Der vermeintliche Dopingfall rund um den italienischen Topstar Jannik Sinner sorgt weiterhin für viele Diskussionen. Nun hat sich mit Simona Halep eine Spielerin geäußert, die eine ähnliche Situation erlebt hat. Die ehemalige Nummer eins der Welt wurde wegen Dopingvergehen zunächst für vier Jahre gesperrt, ihre Sperre dann aber auf neun Monate verkürzt. Sie sieht eine Ungleichbehandlung.

Simona Halep war wegen Dopingvergehen neun Monate gesperrt.

Fotocredit: Getty Images

Sinner war im März zweimal positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden. Mit einer Kontamination durch ein Wundspray von Sinners Physiotherapeut war die mögliche Quelle der verbotenen Substanz schnell gefunden. Die aktuelle Nummer eins der Welt wurde nicht gesperrt, der Vorgang wurde erst einige Monate später öffentlich.
Für Halep ganz klar eine Bevorteilung, die dem Status des Italieners geschuldet ist. "Ich denke, es ist ganz klar, dass über meinen Fall in einer ganz anderen Art geurteilt wurde und ich glaube, dass das überhaupt nicht fair ist", betonte die Rumänin, deren Sperre im März 2024 endete.
Der öffentliche Druck, der aktuell auf Sinner lastet, dürfte ihm definitiv zu schaffen machen. Die Belastung einer vorläufigen Sperre mit mehreren Prozessterminen hatte der Italiener - anders als Halep - allerdings nicht.
"Ich habe in dieser Zeit viel gelitten und denke, dass es nicht fair war, dass ich so lange nicht antreten durfte", sagte die zweimalige Grand-Slam-Gewinnerin laut dem rumänischen Portal "Sportmedia" am Rande der Eröffnung eines neuen Eisstadions in Bukarest.

Halep: "Alle gleich behandeln"

Auch andere Profis hatten vermutet, dass Sinner vor allem wegen seiner Prominenz so glimpflich davongekommen ist. Halep forderte deshalb, "dass alle Athleten gleich beurteilt und behandelt werden sollten. Egal ob sie Nummer eins oder Nummer 200 sind".
Unabhängig davon, wie vergleichbar die Fälle der beiden Tennisprofis sind: Das Statement der Rumänin wird zumindest nicht dazu beitragen, dass es in dieser Causa ruhiger wird. Für sie persönlich ist das Dopingthema aber abgehakt: "Ich will diese Phase meines Lebens einfach hinter mir lassen", sagte Halep.
Sinner konnte sich den Störgeräuschen sportlich bisher entgegenstemmen. In der Nacht auf Dienstag kämpft der 23-Jährige bei den US Open gegen den US-Amerikaner Tommy Paul um den Einzug ins Viertelfinale.

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