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Tennisprofi Tennys Sandgren wehrt sich: Lege nur Christus Rechenschaft ab
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Publiziert 24/01/2018 um 17:18 GMT+1 Uhr
Er wird in die Nähe von Homophobie und Rechtspopulismus gerückt, nun hat sich US-Profi Tennys Sandgren bei den Australian Open mit einem vorformulierten Statement zur Wehr gesetzt.Sein Ziel sei es, "die beste Person zu werden, die ich sein kann, und die Liebe zu verkörpern, die Christus für mich hat", heißt es darin unter anderem: "Ihm und nur ihm alleine lege ich Rechenschaft ab."
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Der 26-jährige Sandgren, im Viertelfinale von Melbourne an Zverev-Bezwinger Chung Hyeon gescheitert, war nach einigen Tweets in den Verdacht geraten, gewisse Gruppierungen abzulehnen und mit der ultrarechten Alt-Right-Bewegung zu sympathisieren. Mittlerweile hat Sandgren mehr als 2000 Tweets auf seinem Account gelöscht, die New York Times veröffentlichte dennoch einige Screenshots.
So hatte der Amerikaner nach dem Besuch einer Schwulenbar im Dezember 2012 getwittert "Meine Augen bluten immer noch" und den Beitrag mit dem Hashtag #nooneshouldseethat (Niemand sollte das sehen) versehen.
Er selbst streitet alle Vorwürfe ab. "Durch eine Handvoll von follows und ein paar likes auf Twitter wurde mein Schicksal in eurem Kopf schon besiegelt", heißt es in seinem am Mittwoch verlesenen Statement: "Es gibt nur wenige Dinge, die ihr nicht tun würdet, um eine provokante Geschichte zu schreiben, um Sensations-Berichterstattung zu kreieren und mich als den Menschen zu brandmarken, den ihr so verzweifelt in mir sehen wollt."
Sandgren: "Höchste Gut ist die Tugend eines jeden Menschen"
Sein fester Glaube sei es, "dass die Tugend eines jeden Menschen das höchste Gut ist, unabhängig von Geschlecht, Rasse, Religion und sexueller Orientierung". Die Medien verurteilte Sandgren für ihr Vorgehen:
Die langjährige Weltranglistenerste Serena Williams reagierte zunächst indirekt, aber vielsagend. Unmittelbar vor Beginn der TV-Übertragung des Viertelfinales zwischen Sandgren und Chung twitterte Williams: "Switched channel" (Habe umgeschaltet). Später legte die 36-Jährige ebenfalls via Twitter nach: "@TennysSandgren, ich brauche keine Entschuldigung, aber es gibt eine Menge Leute, die eine verdienen."
Sie könne nicht ihre Tochter ansehen und ihr sagen, dass sie sich zurückgelehnt und geschwiegen habe, schrieb Williams weiter: "Nein! Sie wird wissen, wie man für sich selbst und andere aufsteht - durch mein Beispiel."
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