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Toni Nadal: "Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic läuft die Zeit davon"
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Publiziert 07/06/2020 um 20:22 GMT+2 Uhr
Rafael Nadals Onkel und ehemaliger Trainer Toni Nadal glaubt, dass die aktuelle Pandemie für die "Big Three" ein größerer Nachteil ist als für die jüngeren Spieler. "Roger Federer, Rafael und auch ein wenig Novak Djokovic rennt die Zeit davon. Federer ist 39 – jedes Jahr wird es für ihn schwieriger einen Grand Slam zu gewinnen. Sie alle müssen jetzt sehr stark im Kopf sein", sagte Nadal.
Fotocredit: Getty Images
Im Interview mit der Schweizer Zeitung "Blick" ergänzte der 59-Jährige, dass er die Spielpause dennoch für alternativlos halte. "Wenn du siehst, was in Europa und der ganzen Welt gerade geschieht, dann ist das zweitrangig. Es gibt viele Tote, viele wirtschaftliche Probleme - an Tennis in Paris denken wir da aktuell gar nicht so viel", so Nadal.
Er hoffe dennoch auf eine Fortsetzung des Spielgeschehens im Herbst, notfalls auch ohne Zuschauer. "Es geht ja auch um Geld, um die Wiederbelebung der Wirtschaft und deshalb glaube ich, dass eine Durchführung im September eine gute Sache wäre", sagte der Coach.
"Und wer weiß, vielleicht können sie ja in drei Monaten nicht alle, aber vielleicht 3000 oder 4000 Zuschauer reinlassen. Die meisten Spieler brennen jedenfalls wieder aufs Tennis", fügte er hinzu.
Kritik nach French-Open-Sieg
Nadal verriet, dass er und sein Schützling Rafael auch nach großen Erfolgen sofort an den Schwächen gearbeitet hätten. Nach Rafael Nadals erstem Sieg bei den French Open, habe Toni seinem Neffen einen Brief hinterlassen, in dem stand, was er alles falsch gemacht habe. "An der Gegenwart mussten wir nicht mehr arbeiten, man muss immer an die Zukunft denken", begründete er das.
Er habe Rafael bewusst das Leben schwer gemacht. "Mit der Zeit wurden meine hohen Anforderungen zu seinen eigenen. Das ist der Optimal-Fall. Denn ein Spieler soll die Dinge tun, weil ich ihn überzeuge. Nicht, weil ich es verlange", sagte Toni.
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