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US Open: Sloane Stephens und Venus Williams im US-Generationsduell
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Publiziert 06/09/2017 um 12:59 GMT+2 Uhr
Sloane Stephens gegen Venus WIlliams heißt das historische Duell im Halbfinale von New York. Ein Duell der Generationen: Stephens war gerade einmal vier Jahre alt, als Williams (37) das erste Mal im Endspiel von Flushing Meadows stand. "Venus ist unsere Anführerin. Sie ist so, wie alle sein wollen", schwärmt Stephens. Ihr Halbfinaleinzug war für viele eine Überraschung.
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Nach einer Fuß-OP gab Stephens im Juni ihr Comeback und war Anfang August noch die Nummer 934 im WTA-Ranking, nun rangiert sie auf dem 83. Weltranglistenplatz.
Der Sieg im Viertelfinale gegen die Lettin Anastasija Sevastova war ihr 13. Sieg in den vergangenen 15 Matches. Mit einem Break hatte die 24-Jährige im entscheidenden Satz zurückgelegen, ehe sie doch noch mit 6:3, 3:6, 7:6 (4:7) gewann.
Vor allem ihre Nervenstärke überraschte nach der knapp elfmonatigen Verletzungspause.
Stephens, die im ersten amerikanischen New-York-Semifinale seit 15 Jahren am Donnerstag auf ihr Idol Venus Williams (Nr. 9) trifft.
Ein Sieg für den amerikanischen Frauentennis
Für Williams steht fest, dass ein Gewinner der diesjährigen US Open schon feststeht: "Das amerikanische Frauentennis." Erstmals seit 2002 standen im Big Apple wieder vier US-Girls im Viertelfinale. "Man sieht langsam, was im Schatten der Williams-Ära herangewachsen ist", sagte US-Ikone Chris Evert.
Von den Schwestern Serena und Venus war Stephens, selbst Afro-Amerikanerin, schon immer fasziniert. 2013 hatte die Tochter eines inzwischen verstorbenen NFL-Profis und einer Schwimmerin schon einmal im einem Major-Halbfinale gestanden - damals bei den Australian Open. Im selben Jahr erreichte Stephens mit Rang elf ihre bislang beste Platzierung in der Weltrangliste.
Doch der ganz große Durchbruch blieb aus. "Die Verletzung im letzten Jahr hat mir dann die Augen geöffnet", berichtete Stephens. In der Zeit kümmerte sie sich auch um ihre Großmutter, die einen Schlaganfall erlitten hatte.
Stephens ging auf Partys, Hochzeiten und Taufen. "Alles Dinge, die ich jahrelang nicht machen konnte, weil ich auf der Tour unterwegs war", erzählte sie. Doch die Fed-Cup-Spielerin merkte vor allem eines: "Wie sehr ich das Tennisspielen liebe und vermisse."
In Wimbledon kehrte sie zurück, schied aber wie danach in Washington in der ersten Runde aus. Stephens zweifelte - natürlich. Doch damals sagte sie sich: "Ich weiß nicht, wie lange es dauert, aber irgendwann werde ich wieder ein Match gewinnen. Und dann zwei hintereinander - und dann drei."
Es dauerte nicht lange. Bei den Masters in Toronto und Cincinnati im Vorfeld der US Open kam Stephens völlig überraschend ins Halbfinale. Sämtliche acht Siege gelangen der Rückkehrerin gegen Kontrahentinnen aus den Top 50.
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