US Open: Jannik Sinner und weitere Stars erwägen offenbar Boykott des Mixed-Events - Preisgeld-Streit spitzt sich zu

Die Diskussion um höhere Preisgelder im Profitennis könnte eine neue Eskalationsstufe erreichen. Laut einem Bericht der britischen Zeitung "The Times" erwägen mehrere Topspieler um Weltranglistenführer Jannik Sinner einen Boykott des Mixed-Wettbewerbs bei den US Open. Hintergrund sind die seit Monaten schwelenden Spannungen zwischen den Spielern und den Organisatoren der vier Grand-Slam-Turniere.

Jannik Sinner: Boykott beim US-Open-Mixed-Event?

Fotocredit: Getty Images

Bereits vor den French Open hatten zahlreiche Spitzenspieler, darunter Aryna Sabalenka, Iga Swiatek, Coco Gauff, Jessica Pegula und Taylor Fritz, mit Streikmaßnahmen gedroht. Statt eines Boykotts beschränkten die Profis damals ihre Medienauftritte, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Im Zentrum des Konflikts steht die Verteilung der Turniereinnahmen. Die Spieler verlangen nach Angaben des Berichts einen Anteil von 22 Prozent der Gesamterlöse der Grand Slams.
Zwar erhöhte Wimbledon das Preisgeld für 2026 um 20 Prozent auf insgesamt 64,2 Millionen Pfund, die Profis sehen ihre Forderungen damit jedoch weiterhin nicht erfüllt. Ein Boykott des Mixed-Events soll dem Bericht zufolge den Druck auf die Organisatoren erhöhen.
Nun richtet sich der Blick auf die US Open. Dort wurde der Mixed-Wettbewerb 2025 grundlegend reformiert und zeitlich in die Woche vor Beginn der Einzelkonkurrenzen verlegt. Ziel war es, die größten Namen des Sports anzulocken - mit Erfolg.

US-Open-Mixed-Event: Siegerduo gewann eine Million US-Dollar

So traten unter anderem Carlos Alcaraz und Emma Raducanu gemeinsam an, ebenso Pegula mit Jack Draper sowie Fritz mit Elena Rybakina. Auch Novak Djokovic spielte mit Landsfrau Olga Danilovic.
Den Titel sicherten sich letztlich die Doppelspezialisten Sara Errani und Andrea Vavassori, die im Finale Swiątek und Casper Ruud besiegten. Das Siegerduo erhielt eine Prämie von einer Million US-Dollar.
Sinner selbst war 2025 zwar für das Turnier gemeldet, zog seine Teilnahme jedoch kurzfristig krankheitsbedingt zurück. Der Italiener ist bislang der einzige namentlich genannte Spieler, der einen Boykott in Erwägung ziehen soll. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass sich weitere Spitzenspieler anschließen könnten.
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Quelle: SNTV


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