Eurosport
Kraftakt für Djokovic
Von
Publiziert 01/09/2010 um 01:16 GMT+2 Uhr
Nur mit einem Kraftakt hat Novak Djokovic die 1. Runde der US Open überstanden. Der Weltranglisten-Dritte rang in seinem Auftaktmatch seinen serbischen Landsmann Viktor Troicki 6:3, 3:6, 2:6, 7:5, 6:3 nieder. Der Zyprer Marcos Baghdatis unterlag Arnaud Clement aus Frankreich 3:6, 6:2, 6:1, 4:6, 5:7.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Die endgültige Entscheidung zugunsten Djokovics fiel Mitte des vierten Satzes, als der 23-Jährige nach einem 1:3-Rückstand wieder ins Spiel kam und im Anschluss bei Troicki von Spiel zu Spiel die Kräfte sichtlich schwanden. "Selbst wenn ich heute verloren hätte, wäre der Sieg für ihn absolut verdient gewesen", zollte Djokovic seinem Landsmann Respekt. "Er hatte einfach Pech und ich bin froh, weiter zu sein."
In den 3:40 Stunden ihres Matches brannte über weite Strecken die Sonne erbarmungslos auf den Center Court von Flushing Meadows. Ähnlich wenig Respekt wie der Fixstern mit den Spielern, hatte Troicki mit dem Favoriten - zumindest in den Sätzen zwei und drei. Insgesamt 23 Asse schlug der 24-Jährige, verbuchte 66 direkte Punkte und war am Ende doch der Verlierer. "Er hat unglaublich gut gespielt und sehr stark aufgeschlagen", lobte Djokovic nach dem zähen Auftakt seinen Gegner im wohlverdienten Schatten, der sich im fünften Durchgang über das Arthur Ashe Stadium gelegt hatte.
Fish nimmt sich eine Auszeit
Das überraschende Aus kam hingegen für Baghdatis. Der Zyprer war nach guten Auftritten bei den Turnieren in Washington und Cincinnati mit großen Erwartungen nach New York gekommen, musste aber gleich im ersten Satz einen Rückschlag hinnehmen. Den Satzrückstand verkraftete der Mann mit dem Pferdeschwanz, der die US Open in den vergangenen beiden Jahren wegen Verletzungen oder zu niedriger Ranglisten-Position verpasst hatte, gut und holte sich die beiden folgenden Durchgänge ohne große Mühe. Doch mit Sonnenbrille und neuem Stirnband fand der 32-jährige Franzose bei seinem 12. Auftritt in New York zurück in die Partie, vergab beim Stand von 6:5 zunächst zwei Matchbälle, ehe er im dritten Versuch den Sack zumachte.
Kurios verlief die Partie zwischen Mardy Fish aus den USA und dem Tschechen Jan Hajek. Fish, der in dieser Saison schon die Turniere in Newport und Atlanta gewinnen konnte, entschied den ersten Durchgang mit 6:0 für sich, verlor dann aber völlig den Faden und gab die beiden nächsten Durchgänge mit 3:6 und 4:6 ab. Soweit, so unspektakulär. Doch Fish kam zurück - und wie. Als hätte es die Sätze zwei und drei nicht gegeben, fegte er seinen tschechischen Kontrahenten mit 6:0 und 6:1 vom Platz und steht damit in der 2. Runde.
Bis zum Erbrechen gekämpft
Die hat auch James Blake erreicht. Der US-Amerikaner benötigte für seinen glatten 6:3, 6:2, 6:4-Erfolg über Christof Vliegen aus Belgien 105 Minuten. Mit Feliciano Lopez und David Ferrer haben sich auch zwei gesetzte Spanier in die 2. Runde gespielt. Lopez, die Nummer 23 der Setzliste, spielte beim 6:4, 6:4, 6:4 über Santiago Giraldo aus Kolumbien ebenso konstant, wie der an Position zehn gesetzte Ferrer, der sich Alexander Dolgopolow aus der Ukrainer mit 6:2, 6:2 und 6:3 entledigte.
Lettlands Hoffnung Ernests Gulbis musste hingegen in der ersten Runde die Segel streichen. Der 24. der Setzliste unterlag Jeremy Chardy aus Frankreich in drei Sätzen mit 2:6, 6:7 (1:7) und 4:6. Ganz wörtlich bis zum Erbrechen kämpfte Julien Benneteau in seinem Erstrunden-Match gegen Radek Stepanek. Der Franzose musste sich von Krämpfen geschüttelt im vierten Satz übergeben und gewann auf diese Art erleichtert das Duell gegen den Tschechen mit 6:4, 6:2, 4:6 und 6:4.
TV-Tipp:
Verfolgen Sie die US Open vom 30. August bis 12. September LIVE im TV bei Eurosport. Im Eurosport Player (www.eurosportplayer.de) können Sie das Grand-Slam-Turnier ebenfalls live verfolgen und zudem in Eigenregie aus bis sechs verschiedenen Courts wählen.
Werbung
Werbung