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Philipp Kohlschreiber und Andrea Petkovic sind nach ihrem Auftakt bei den US Open zufrieden
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Publiziert 02/09/2015 um 10:55 GMT+2 Uhr
Philipp Kohlschreiber freute sich über seinen Prestigesieg im Generationen-Duell - Andrea Petkovic über ehrliche Antworten von Boris Becker: Nach ihren kräftezehrenden Erstrunden-Erfolgen bei den US Open waren den beiden Erschöpung und Erleichterung gleichermaßen anzusehen. Vor allem die kämpferischen Einstellung der Darmstädterin überzeugte Becker.
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Der an Position 29 gesetzte Kohlschreiber wusste trotz des Fünfsatz-Sieges gegen den 18-jährigen Alexander Zverev genau, dass die Zeit gegen ihn läuft. "Er hat sich toll entwickelt und wird mich irgendwann überholen. Deshalb bin ich froh, dass ich noch einmal gewonnen habe", sagte Kohlschreiber nach dem 6:7 (0:7), 6:2, 6:0, 2:6, 6:4 über Zverev, dem am Ende die Erfahrung fehlte, um ein Fünf-Satz-Match bei einem Grand-Slam-Turnier nach Hause zu bringen.
Petkovic hatte nach getaner Arbeit bei schwülwarmen Bedingungen im Kraftraum gewissermaßen eine Begegnung mit der Vergangenheit namens Boris Becker. Der dreimalige Wimbledonsieger hatte der Darmstädterin bereits bei den French Open ein paar Tipps gegeben, das tat er auch diesmal wieder. "Es ist gut, jemanden außerhalb des Orbits zu haben", meinte die Weltranglisten-18. Petkovic, die an Becker vor allem eines schätzt: "Er gibt immer ehrliche Antworten."
Petkovic beeindruckt Becker
Djokovic-Coach Becker werden sicherlich die kämpferischen Qualitäten von "Petko" beeindrucken, die die Hessin auch beim 3:6, 6:4, 7:5 gegen Caroline Garcia (Frankreich) wieder eindrucksvoll dokumentierte. "Ich bin letztlich sehr stolz auf mein Spiel. Ich hatte nur einen kleinen Hänger drin, daraus will ich lernen", sagte Petkovic, die in der nächste Runde auf Jelena Wesnina (Russland) trifft.
Auch Sabine Lisicki (Berlin/Nr. 24) gab sich keine Blöße und besiegte in ihrem Auftaktmatch Alexandra Sasnowitsch (Weißrussland) 6:1, 6:4. Die ehemalige Wimbledonfinalistin hatte zuletzt hart trainiert - auch mit Zverev oder dem Weltranglisten-Siebten David Ferrer (Spanien). "Das bringt viel, weil man gegen Männer auf dem Platz ganz anders arbeiten muss", sagte Lisicki, die nun auf Camila Giorgi (Italien) trifft.
Magere Bilanz der Deutschen
Damit haben nur fünf von 17 im Hauptfeld gestarteten Deutschen die zweite Runde von Flushing Meadows erreicht. Eine äußerst magere Bilanz. Neben Kohlschreiber, Lisicki und Petkovic sind auch Angelique Kerber (Kiel/Nr. 11) und Mona Barthel (Neumünster) noch dabei.
In der Night Session im größten Tennis-Stadion der Welt verkaufte sich Qualifikantin Laura Siegemund (Metzingen) beim 1:6, 1:6 gegen die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (Tschechien/Nr. 5) einigermaßen teuer und agierte mutig. "Ich kann mehr, als ich heute gezeigt habe. Aber ich bin auch stolz, weil ich diesen Auftritt genossen habe", meinte die Weltranglisten-126. Siegemund.
Kohlschreiber droht Federer
Auf Kohlschreiber könnte in der dritten Runde Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer warten. "Ich habe erst vor kurzem in Cincinnati mit ihm trainiert", berichtete "Kohli" - und verriet, dass der Schweizer auch dabei seinen als Return geschlagenen Halbvolley von der T-Linie ausprobierte. Es gibt inzwischen sogar Vorschläge, diesen Schlag nach seinem Erfinder zu benennen und ganz einfach vom "Federer" zu reden.
Der 34-Jährige gab bei seinem Weg in die zweite Runde nur fünf Spiele ab. Der fünfmalige US-Open-Gewinner bezwang den Argentinier Leonardo Mayer in 77 Minuten deutlich mit 6:1, 6:2, 6:2. Auch Federers Landsmann, French-Open-Sieger Stan Wawrinka, überzeugte beim 7:5, 6:4, 7:6 (8:6) gegen Albert Ramos-Vinolas (Spanien).
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