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Serena Williams quälte sich bei den US Open gegen Bethanie Mattek-Sands in das Achtelfinale
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Publiziert 05/09/2015 um 10:34 GMT+2 Uhr
Serena Williams wirkte niedergeschlagen. Als der US-Superstar eine gute Stunde nach der Zitterpartie bei der Pressekonferenz tief im Bauch des Arthur-Ashe-Stadiums Rede und Antwort stand, strahlte nur das überdimensionale quietschrote "S" auf ihrem T-Shirt. Die Miene von Williams indes war nach ihrem wackligen Achtelfinaleinzug bei den US Open gegen ihre Landsfrau Bethanie Mattek-Sands finster.
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"Ich bin kein Roboter und habe viele Fehler gemacht. Ich bin sicher, dass ich besser spielen kann. Das zu wissen, wird mir helfen, auch wieder besser zu spielen", betonte die 33-Jährige, die mit einem Triumph in New York als erste Frau nach Steffi Graf 1988 den Kalender-Grand-Slam perfekt machen könnte.
Doch bereits beim Match zuvor hatte sich die ansonsten so dominante Titelverteidigerin quälen müssen. Mehr und mehr erweckt Williams bei ihrem Heim-Major den Eindruck, als laste der Druck plötzlich zentnerschwer auf ihren Schultern.
Williams zeigt Nerven
Auf der größten aller Tennis-Bühnen zeigt "Queen Serena" plötzlich Nerven. Zugeben wollte sie einen Zusammenhang zwischen ihrer Leistung und der Chance auf den Sprung in die Geschichtsbücher nicht direkt. "Ich war nicht nervöser als sonst", meinte Williams und fügte an: "Ich bin einfach hier, um mein Bestes zu geben. Wenn das bedeutet, dass ich das Turnier gewinne, ist es schön. Wenn nicht, dann darf mich das nicht beeinträchtigen, denn ich habe noch andere Turniere zu spielen."
Insgesamt unterliefen der sechsmaligen Wimbledonsiegerin gegen die mutig aufspielende Mattek-Sands (WTA-Nr. 101) 28 unerzwungene Fehler. Gerade mit ihren Breakbällen ging Williams äußerst schlampig um - nur sechs von 21 Chancen konnte sie nutzen.
Steigerung Mitte des zweiten Satzes
Immer wieder versuchte sie, sich mit lauten "Come on"-Rufen anzufeuern. Auch der ansonsten so stabile Aufschlag ließ die Nummer eins der Welt, die ihr frühestes Aus bei den US Open seit 1998 gerade noch verhinderte, ungewohnt häufig im Stich.
Erst Mitte des zweiten Durchgangs zeigte Williams - angefeuert vom Publikum - ihr gewohntes Gesicht, und ab dem dritten Satz dominierte Williams ihre Fed-Cup-Kollegin Mattek-Sands nach Belieben. Spektakulär ging sie nach einem Passierschlag im dritten Satz in den Spagat und ballte dann die Faust. Nach 1:49 Stunden verwandelte die Powerspielerin aus Florida ihren zweiten Matchball und reckte die Faust in den Nachthimmel von New York.
Aufmunterung während des Spiels
"Ich habe erst am Ende des zweiten Satzes meinen Rhythmus gefunden. Ich habe mir immer wieder gesagt: "Serena, du musst einfach weitermachen, du musst alles versuchen", sagte sie nach der aufregenden Night Session vor 23.771 Zuschauern.
Im Achtelfinale trifft die jüngere Williams-Schwester auf ihre Landsfrau Madison Keys (Nr. 15), die Agnieszka Radwanska (Polen/Nr. 15) mit 6:3, 6:2 ausschaltete. Noch vier Siege fehlen Williams zur sportlichen Unsterblichkeit, die da Kalender-Grand-Slam heißt. Das wird sie wissen.
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