US-Open-Roundup: Das Wunder vom Grandstand, Djokovic und Kerber, Rekord durch Karlovic

Steve Johnson wehrt sieben Matchbälle ab, die Pleitenserie von Ana Ivanovic geht weiter. Auf Novak Djokovic wartet eine knifflige Aufgabe, Angelique Kerber will den nächsten Schritt auf dem Weg zum Titel und zur Nummer eins machen. Ivo Karlovic pulverisiert derweil einen Turnierrekord. Was war, was wird, was zählt: Unser US-Open-Update.

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Die Punkte des Tages:

Julien Benneteau macht den Roadrunner, Gilles Simon gibt einfach nicht auf und punktet in Klassemanier. Diese 5 Ballwechsel dürft Ihr Euch auf keinen Fall entgehen lassen:

Der Gewinner des Tages:

Geschlagener kann man kaum sein als Steve Johnson. Der US-Amerikaner lag in seinem Erstrunden-Match gegen Jewgeni Donskoy bereits mit 4:6, 1:6, 2:5 zurück. Game over? Nicht für Johnson! Der 26-Jährige schaffte das "Wunder" auf dem Grandstand, wehrte sieben Matchbälle ab und setzte sich nach 3:12 Stunden mit 4:6, 1:6, 7:6 (7:2), 6:3, 6:3 durch.
"Die letzten dreieinhalb Stunden kommen mir ein wenig verschwommen vor, um ehrlich zu sein. Ich war bereit, meine Koffer zu packen und nach Hause zu gehen, doch ich fand einen Weg, aus dieser Situation bei 2:5 wieder herauszukommen", so Johnson.

Die coolste Performance:

"Ich wusste, dass es viele Asse sind, aber ich wusste nicht, dass es so viele sind", sprach Ivo Karlovic und sackte einen neuen US-Open-Rekord ein. 61 Asse feuerte der Kroate seinem Kontrahenten Yen-Hsun Lu aus Taiwan beim 4:6, 7:6 (7:4), 6:7 (4:7), 7:6 (7:5), 7:5 um die Ohren. Hat noch keiner geschafft in Flushing Meadows.

Die größte Enttäuschung:

Wimbledon, Olympische Spiele in Rio, Cincinnati und nun die US Open - das sind die letzten vier Turniere, die Ana Ivanovic gespielt hat. Es gibt eine unrühmliche Gemeinsamkeit dabei: Die ehemalige Nummer eins der Welt ist bei allen vier Wettbewerben in der 1. Runde gescheitert. In New York unterlag die 28-Jährige der Tschechin Denisa Allertova mit 6:7 (4:7), 1:7. Eine bittere Pille, auch wenn Ivanovic so schöne Punkte gespielt hat wie diesen hier:

Das Star-Interview:

Shootingstar Alex Zverev bedauert im Interview mit Eurosport-Kommentator Matthias Stach, dass er das Match seines Bruders Mischa nicht verfolgen konnte. Und er spricht über sein Treffen mit Andrea Petkovic.

Die deutsche Hoffnung:

Angelique Kerber, wer sonst? Die Australian-Open-Siegerin ist auch in New York die große Hoffnungsträgerin des deutschen Tennis - sowohl auf den Grand-Slam-Titel als auch auf die Übernahme der Position eins der Weltrangliste. In der 2. Runde bekommt sie es heute mit Mirjana Lucic-Baroni zu tun. Die Bilanz spricht mit 3:0 klar für Kerber, die die Kroatin auch in dieser Saison beim Turnier in Montréal mit 6:3, 4:6, 6:3 schlug.

Das Match im Fokus:

Novak Djokovic gegen Jiri Vesely, Titelverteidiger gegen Außenseiter, Nummer eins gegen Nummer 49 - eine glasklare Angelegenheit? Nicht unbedingt, denn es gibt eine sensationelle Statistik: Vesely ist einer der ganz wenigen Spieler auf der ATP Tour mit einer positiven Match-Bilanz gegen den Serben. 6:4, 2:6 und 6:4 schlug Vesely den Superstar in dieser Saison in Monte-Carlo - das bislang einzige Duell der beiden Profis. Heute gibt es nun für Djokovic die Chance, sich zu revanchieren - die Partie ist als drittes Match im Arthur Ashe Stadium angesetzt (live im Eurosport Player und Liveticker).

Das Pflicht-Video:

Patrick Mouratoglou, Coach von Superstar Serena Williams, analysiert das Spiel von Rafael Nadal und deckt eine wichtige Schwäche auf. Die muss er beheben, denn sonst ist "Rafa nicht Rafa", findet Mouratoglou.
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