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Karikatur von Serena Williams nach US-Open-Eklat sorgt für große Empörung
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Publiziert 11/09/2018 um 17:27 GMT+2 Uhr
Der Streit zwischen Serena Williams und Stuhlschiedsrichter Carlos Ramos während der US Open sorgte für viel Aufsehen. Die Amerikanerin beschimpfte Ramos als "Dieb" und "Lügner", nachdem dieser insgesamt drei Verwarnungen gegen sie ausgesprochen hatte. Der australische Zeichner Mark Knight nahm Williams' Verhalten als Anlass für eine Karikatur, die eine Welle der Empörung hervorrief.
Serena Williams
Fotocredit: Getty Images
Die Meinungen zu den im US-Open-Finale getroffenen Entscheidungen von Stuhlschiedsrichter Ramos und der Reaktion von Serena Williams gehen stark auseinander.
Während die ITF die Maßnahmen von Ramos als absolut korrekt bezeichnet, stellt sich die Spielervereinigung der WTA auf Williams' Seite. In der Beurteilung der Karikatur, die in der australischen "Herald Sun" erschien, herrscht dagegen weitestgehend Einigkeit.
Die Darstellung von Williams als verärgertes Baby mit übergroßen Lippen und krausen Haaren sei rassistisch und sexistisch, so die Meinung vieler Kritiker.
Im Gegenzug wurde die Gewinnerin Naomi Osaka als blonde Frau mit heller Haut gezeichnet, obwohl die Tochter einer Japanerin und eines Haitianers schwarze Haare und dunklere Haut hat.
J.K. Rowling kritisert Zeichnung
Im Internet reagierten knapp 30.000 Menschen auf Twitter auf den Post. Kritik gab es unter anderem von "Harry Potter"-Autorin J.K. Rowling, die die Karikatur als "rassistisch und sexistisch" bezeichnet.
Die "Herald Sun" stellte sich dagegen hinter ihren langjährigen Mitarbeiter und erklärte, der Cartoon beziehe sich nur auf Williams' Verhalten und nicht auf ihr Geschlecht und ihre Herkunft. Knight selbst erklärte, er habe nicht mit einer solch großen Reaktion gerechnet.
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