Wer hätte das gedacht? Neben den großen Siegern Naomi Osaka und Novak Djokovic werden von den US Open 2018 wohl auch zwei Schiedsrichter im kollektiven Gedächtnis der Tennisfans bleiben. Vor allem auch die Behandlung von Mohamed Lahyani und Carlos Ramos durch den Veranstalter, den amerikanischen Verband USTA.
Die Art und Weise, wie im Nachgang des Endspiels der Damen mit Ramos umgegangen wurde, stößt den Kollegen des Portugiesen sauer auf. "Er wurde den Wölfen zum Fraß vorgeworfen und beschimpft", zitiert die englische Zeitung "The Times" einen anonymen Kollegen von Ramos.
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Schiedsrichter fordern Entschuldigung

Die Folge könnte ein Boykott der Matches von Serena Williams sein. Ein diskutierter Vorschlag sei, ihre Matches so lange abzulehnen, bis sie sich bei Carlos Ramos dafür entschuldigt, ihn als "Lügner" und "Dieb" bezeichnet zu haben.
Williams hatte sowohl von Seiten der USTA als auch der WTA Unterstützung für ihren Vorwurf erhalten, Ramos habe aus sexistischen Motiven zumindest die dritte Verwarnung ausgesprochen, die zu einem Spielabzug geführt hat.
Für ihr Verhalten wurde die 23-fache Major-Siegerin mit einer Geldstrafe von insgesamt 17.000. US Dollar belegt.

Keine Unterstützung der USTA für Lahyani

Auch Lahyani wurde nach seinem Pep-Talk für Nick Kyrgios von den USTA links liegen gelassen. Zwar hieß es nach eingehender Prüfung, dass der Schwede keine Strafe bekommen und weiter Matches leiten sollte, auf den größeren Plätzen wurde Lahyani allerdings bis zum Turnierende nicht mehr gesehen.
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