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Mit Video | Hellwach in der Nightsession: Köpfer schlägt Opelka

Mit Video | Hellwach in der Nightsession: Köpfer schlägt Opelka
Von Eurosport

29/08/2019 um 06:36Aktualisiert 29/08/2019 um 11:01

Dominik Köpfer sorgt bei den US Open in New York weiter für Furore und steht in der dritten Runde. Der 25-Jährige aus Furtwangen, der erst zum zweiten Mal bei einem Grand-Slam-Turnier im Hauptfeld steht, besiegte im Louis-Armstrong-Stadium den Lokalmatadoren Reilly Opelka glatt mit 6:4, 6:4, 7:6 (7:2). Nächster Gegner ist Nikolos Basilaschwili (Georgien/Nr. 17) oder Jenson Brooksby (USA).

Bereits bei seinem Major-Debüt in Wimbledon hatte Köpfer überrascht und war in die zweite Runde eingezogen, nun feierte er in New York den größten Erfolg seiner Karriere. Nach 2:27 Stunden verwandelte er seinen ersten Matchball. "Ich bin super happy", sagte Köpfer. Dann brach es aus ihm heraus:

    "Ein Night-Match, das ist natürlich unglaublich, davon träumt man als kleiner Junge. Jetzt ist es wahr geworden. Und dann sogar ein Dreisatzsieg. Das ist unfassbar, ich bin unglaublich glücklich."

    Im zweitgrößten Stadion der Anlage glänzte Köpfer mit Mut und Unbekümmertheit, ließ den unbeweglichen 2,11-m-Aufschlagriesen Opelka laufen und nahm ihm dreimal den Service ab. Köpfer schlug hingegen äußerst sicher auf, erst Anfang des dritten Satzes musste er das erste Break hinnehmen. Am Ende des dritten Durchgangs wehrte er vier Satzbälle des Amerikaners ab.

    Video - "Pitbull" Köpfer lässt Aufschlagriesen Opelka alt aussehen

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    Köpfer kratzt an Top 100

    Wie die Comicfigur Hulk baute sich der 25-Jährige nach dem größten Erfolg seiner Karriere auf und brüllte mit hochrotem Kopf seine Freude in die Nacht hinaus.

    Auch nachdem die ersten Emotionen verflogen waren, konnte der gebürtige Schwarzwälder sein Glück kaum fassen. "Ein Nightmatch, das ist natürlich unglaublich, davon träumt man als kleiner Junge. Jetzt ist es wahr geworden", sagte er. Immer noch verwundert dreinblickend ergänzte er: "Und dann sogar ein Dreisatzsieg. Das ist unfassbar."

    Nach dem Abitur war er in die weite Welt hinausgezogen, um an der Tulane University in New Orleans Tennis zu spielen - in New York fand diese Reise ihren vorläufigen Höhepunkt. Erst zum zweiten Mal überhaupt steht der Furtwangener im Hauptfeld eines Grand Slams. Schon im Londoner Rasen-Mekka hatte er sein überraschend sein Auftaktspiel gewonnen.

    "Wimbledon war schon unglaublich", erzählte Köpfer, der nun an den Top 100 der Weltrangliste kratzt: "Und dann jetzt hier mit mehr Selbstvertrauen herzukommen und zu wissen, dass man gegen solche Leute gewinnen kann, das ist auf jeden Fall ein Durchbruch."

    Eigentlich hätte Köpfer, der wegen seiner bulligen Statur von 79 Kilogramm bei 1,80 m Körpergröße den Spitznamen "Pitbull" trägt, auf Court 17 gegen Opelka spielen sollen. Doch dann zog der Kroate Borna Coric verletzungsbedingt zurück, im "Louis Armstrong" war ein Slot frei - und die Veranstalter setzten Köpfers Match in die Night Session im zweitgrößten Stadion der Anlage. "Ich war ein bisschen nervöser, als ich davor war", verriet Köpfer.

    Video - Voller Einsatz! Zuschauerin stürzt auf der Jagd nach Bartys Ball

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    Köpfer kann sein Glück kaum fassen

    Da Serena Williams (37) zur gleichen Zeit im "Arthur Ashe" gegen ihre 20 Jahre jüngere Landsfrau Catherine McNally ihr schlechtestes US-Open-Ergebnis nur unter großer Anstrengung abwendete, verirrten sich neben einem Haufen lautstarker College-Freunde aus New Orleans nur rund 500 Zuschauer zur Köpfer-Show. Nicht schlimm, sagte Köpfer: Schon dreimal habe er zuvor gegen den 2,11-m-Aufschlagriesen bei zweitklassigen Challenger-Turnieren gespielt und verloren - "vor zwei Leuten, die zugeschaut haben."

    Nun, auf der "größten Bühne im Tennis", lebt Köpfer seinen Traum. Schon als Junge habe er bei den French Open "gesessen und Nadal zugeschaut", erzählte er: "Und jetzt im gleichen Turnier zu spielen, ist besonders."

    Gegen den Georgier Nikolos Basilaschwili oder den Amerikaner Jenson Brooksby geht es nun um den Einzug ins Achtelfinale. Auf sein Idol Rafael Nadal könnte er erst im Endspiel treffen - und dann würden sicher auch noch ein paar Zuschauer mehr den Weg ins Stadion finden.

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