US Open | Favoriten: Novak Djokovic, Rafael Nadal, Roger Federer, Serena Williams

Am Montag beginnen in New York die 139. US Open. Während bei den Männern mit Rafael Nadal und Roger Federer die üblichen Verdächtigen am Thron des Titelverteidigers Novak Djokovic sägen, ist das Feld bei der Frauen-Konkurrenz deutlich ausgeglichener. Serena Williams jagt dabei die langersehnte Grand-Slam-Rekordmarke. Die Favoriten in Flashing Maddows.

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Novak Djokovic - Der Seriensieger

Keine Frage, der Topfavorit bei den Männern kann nur Djokovic heißen. Der Serbe ist unangefochtener Weltranglistenerster, hat vier der vergangenen fünf Grand Slams gewonnen, bezwang zuletzt Roger Federer in dessen Wohnzimmer in Wimbledon in einem epischen Endspiel. Zwar scheiterte er bei seiner Generalprobe in Cincinnati bereits im Halbfinale am Russen Daniil Medwedew, doch Djokovic fühlt sich auf Hartplatz pudelwohl. Zehn seiner 16 Major-Titel holte er auf diesem Belag, dreimal triumphierte er in New York.

Roger Federer - Der Altmeister

Dass Roger Federer immer noch zum engsten Kreis der Sieganwärter bei den großen Turnieren zählt, zeigte er bei seiner knappen Finalniederlage in Wimbledon gegen Djokovic eindrucksvoll. Seinen 38. Geburtstag feierte der Schweizer Anfang August, alt sehen auf dem Platz meist seine Gegner aus. In New York gewann er von 2004 bis 2008 fünfmal hintereinander, im Vorjahr schied er jedoch völlig überraschend bereits im Achtelfinale gegen den australischen Nobody John Millman aus.

Rafael Nadal - Der Alleskönner

Klar, auf Sand kann Nadal niemand das Wasser reichen. Doch der Spanier ist ein Alleskönner, bereits dreimal riss er auch die Trophäe in Flushing Meadows an sich. Und die Form stimmt: In Montreal sicherte er sich seinen 35. Masters-Sieg und stutzte im Endspiel dem formstarken Medwedew ordentlich die Flügel. Im vergangenen Jahr konnte er wegen einer Knieverletzung nicht zum Halbfinale gegen den Argentinier Juan Martin del Potro antreten - spielt der Körper mit, gehört Nadal auch dieses Jahr wieder zu den Topfavoriten.

Daniil Medwedew - Der Überflieger

Was Medwedew im August zeigte war beeindruckend. Gleich dreimal binnen zwei Wochen stand der Russe in einem Finale, darunter zwei Masters-Turniere. Zwar verlor er davon die ersten beiden, doch in Cincinnati krönte er sich erstmals zum Titelträger bei einem Turnier der zweithöchsten Kategorie nach den Grand Slams. Auf dem Weg dorthin bezwang er keinen Geringeren als Djokovic, und das nach Satzrückstand. Wegen seines unorthodoxen Stils wurde Medwedew oft belächelt, nun hob ihn Djokovic selbst in den Kreis der Favoriten.

Serena Williams - Die Rekordjägerin

Nein, Serena Williams verzweifelt noch immer nicht. Sie wartet weiter auf den ersten Major-Triumph nach der Geburt ihrer Tochter Alexis Olympia am 1. September 2017, endlich will sie mit ihrem 24. Major-Titel die Bestmarke der Australierin Margaret Court einstellen. Dreimal stand sie seither in Endspielen kurz davor, dreimal scheiterte sie. Auch bei ihrem Heim-Grand-Slam in New York verlor sie im Vorjahr gegen Naomi Osaka, in Erinnerung blieben ihre Schimpftiraden gegen Schiedsrichter Carlos Ramos. Ein Fragezeichen steht hinter Williams' Gesundheit: Im Endspiel von Toronto hatte die 37-Jährige zuletzt wegen einer Rückenverletzung aufgeben müssen.

Naomi Osaka - Die Titelverteidigerin

Vor einem Jahr holte sie in New York ihren ersten Grand-Slam-Titel, nach einer Unterbrechung reist die Japanerin nun wieder als Nummer eins der Welt zu den US Open. Nach ihrem Sieg bei den Australian Open im Januar fiel Osaka in ein Leistungsloch, verlor den Spaß am Tennis. Zwar blieben auch zuletzt die ganz großen Ergebnisse aus, doch die Freude am Sport ist zurück. Allerdings wurde Osaka zuletzt von einer Knieverletzung ausgebremst, in Cincinnati konnte sie ihr Viertelfinale nicht zu Ende spielen.

Simona Halep - Die Wimbledonsiegerin

Das "beste Match meines Lebens" spielte Halep genau zur rechten Zeit. Im Finale von Wimbledon deklassierte sie Serena Williams regelrecht und krönte sich als erste Rumänin zur Rasen-Königin. Bei den US Open schied sie zwar in den vergangenen beiden Jahren jeweils in der ersten Runde aus, auch die Hartplatz-Ergebnisse im Vorfeld ließen zu wünschen übrig. Doch spätestens in Wimbledon hat die frühere Weltranglistenerste gezeigt, dass sie da ist, wenn es darauf ankommt.

Bianca Andreescu - Die Aufsteigerin

Andreescu hat einen Lauf. Seit dem 1. März in Acapulco verlor die 19 Jahre alte Kanadierin kein Match mehr, das sie auch beendete. Lediglich zweimal verließ seither eine Gegnerin den Platz als Siegerin, weil Andreescu von Verletzungen ausgebremst wurde. Besonders auf Hartplatz präsentierte sie sich bärenstark: Sowohl in Indian Wells als auch zuletzt in Toronto holte sie sich den Turniersieg. In dieser Form gehört Andreescu auch in New York zu den Sieganwärterinnen.
(SID)
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